Schönsee
14.12.2018 - 12:26 Uhr

Viele Maßnahmen im Blick

Den Neubau des Kindergartens, die Straße nach Friedrichshäng und der Klöppel-Trafo sind einige Objekte, welche die Stadt Schönsee in 2019 umsetzen möchte. Die Bürgermeisterin blickt auch auf die Arbeit im Stadtrat zurück.

Der Hahnenweiher beim Wehr spiegelt den idyllischen Blick auf Schönsee. Das Rad der Zeit dreht sich weiter, und so hat der Stadtrat bereits heuer die Weichen für die großen Investitionen in 2019/20 gestellt. Bild: Portner
Der Hahnenweiher beim Wehr spiegelt den idyllischen Blick auf Schönsee. Das Rad der Zeit dreht sich weiter, und so hat der Stadtrat bereits heuer die Weichen für die großen Investitionen in 2019/20 gestellt.

Nur eine kurze öffentliche Sitzung wartete in der Woche vorm dritten Advent auf die Schönseer Stadträte. Zunächst stand noch einmal die Festsetzung der Realsteuerhebesätze für das Haushaltsjahr 2019 auf der Tagesordnung. Hier war das Gremium bei der Novembersitzung zu keinem Ergebnis gekommen, da die Abstimmung eine Patt-Situation (7:7 Stimmen) hervorgebracht hatte. Diesmal waren alle Stadträte anwesend. Quer durch die Fraktionen wurde mit 8:7 Stimmen der Beschluss gefasst, dass sich die Hebesätze für die Gewerbesteuer und die Grundsteuer A und B wie bisher auf 300 Prozent belaufen.

Knapp die Hälfte der Stadträte war der Meinung, dass die Hebesätze in der Höhe angepasst werden sollten, wie sie die Kommune abführen muss. Der Novellierungssatz liegt seit vier Jahren bei 310 Prozent und bildet die Rechengrundlage auch für die Kreisumlage. Die Erhöhung sei auch im Hinblick auf mögliche Schulden in 2019 gefordert, so der Tenor bereits im November. Bürgermeisterin Birgit Höcherl sieht die notwendige Kreditaufnahme für die geplanten Investitionen dagegen eher erst in 2020. Ihr Vorschlag: „Wir belassen die Sätze bei 300 Prozent und passen diese an, wenn wir wissen, wie sich der Schuldenstand entwickelt“, wurde mehrheitlich angenommen.

Geschäftsstellenleiter Matthias Jeitner gab bekannt, dass das Trinkwasser in Dietersdorf gechlort wird und nicht mehr abgekocht werden muss. Im Ortsteil Gaisthal sei das Abkochgebot dagegen noch nicht aufgehoben. Die Bürger müssen deshalb das Trinkwasser bis auf Weiteres erhitzen. Sobald vom Gesundheitsamt neue Erkenntnisse vorliegen, werde die Bevölkerung darüber informiert. Bürgermeisterin Birgit Höcherl nutzte die letzte Sitzung im Jahr, um kurz auf einige wichtige Maßnahmen und Projekte hinzuweisen, die abgeschlossen oder für die nächsten Jahre geplant sind. So sei im Herbst der Spatenstich für den Ausbau der Staatsstraße 2159 zwischen Schönsee und Gaisthal erfolgt.

Moorbad wiederbelebt

Die Moorbadanlage und der neue Spielplatz mit Mehrgenerationengeräten (Förderprojekt) erfreuten sich großer Beliebtheit. "Für die Erdbewegungen und die dadurch tolle Gestaltung war unser Bauhof verantwortlich", lobte die Chefin. Auch habe sich herausgestellt, dass die Zusammenlegung des Moorbades mit dem Spielplatz eine gute Entscheidung war. Auch habe der tolle Sommer und die Bewirtschaftung des Kiosk durch einige Vereine dazu beigetragen, dass das Bad wiederbelebt werden konnte. Sie dankte allen Ehrenamtlichen für den "Dauereinsatz". Die städtische Maßnahme Pfarrgasse wurde in 2018 fertiggestellt. Enorm zeitintensiv sei es gewesen, in Sachen Kindergartenneubau voranzukommen. "Gemeinsam mit dem kirchlichen Träger sind wir auf einem guten Weg. Der Neubau kann im nächsten Jahr gestartet werden", erklärte Höcherl. Auch der Umzug in das Ausweichquartier in der Schule sei durch den Einsatz vieler helfender Hände gut gelungen.

Mit der Gestaltung des Areals der ehemaligen alten Schule in der Hauptstraße und des Zäch-Anwesens in der Weidinger Straße werde man nächstes Jahr starten. "Das Jahr 2018 wurde genutzt, um die Planungen voranzubringen und die Fördermöglichkeiten zu ermitteln", bekräftigte die Bürgermeisterin. Voraussichtlich gebaut werden könne die Straße Weberhäuser/Friedrichshäng und für den Klöppel-Trafo sei der Bauantrag beim Landratsamt eingereicht worden. "Die Maßnahmen machen es uns möglich, unsere Stadt weiter nach vorne zu bringen", so Birgit Höcherl.

Mehr Miteinander

Auch kulturell könne man sich sehen lassen, mit Seefest, Vereinsveranstaltungen und dem grenzüberschreitenden Angebot des CeBB. Das Spitzenklöppeln habe 2018 den Heimatpreis und den Zukunftspreis des Landkreises erhalten. Die Bürgermeisterin sprach auch die Arbeit im Stadtrat an: „Dieses Streiten um oft relativ Belangloses wird einfach unserer Arbeit als Verantwortliche für unsere Kommune nicht gerecht.“ Sie appellierte daran, dass im neuen Jahr ein konstruktiveres Miteinander möglich wird: „Denn dafür haben uns die Bürger ihr Vertrauen geschenkt.“

 
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