09.10.2019 - 12:31 Uhr
Schwand bei SchönseeOberpfalz

Für Schwand füllt sich der Wunschzettel

Der Ortsteil Schwand möchte sich für die Zukunft neu aufstellen. Bei einer Versammlung erarbeiten die Bürger zusammen Bauoberrat Martin Stahr Möglichkeiten, das Leben im Dorf zu optimieren.

Bei der Bürgerversammlung zur Dorferneuerung in Schwand wurde auch ein Abriss des altes Schulhauses auf dem ""Wunschzettel" erfasst. Als Vorschläge zur Neunutzung wurden ein Multifunktionsgebäude mit Parkplätzen oder die Gestaltung einer neuen Ortsmitte angeregt.
von Elfriede WeißProfil

„Wie sieht Schwand in 20 Jahren aus, wenn alles so bleibt?“ Eine düstere Antwort auf diese Frage war der Anlass, um bei einer Bürgerversammlung für eine Dorferneuerung Schwand eine Ideen-Box zu entwickeln, die als Basis für die weitere Planung dient. Zu dieser Informationsveranstaltung im Feuerwehrhaus hieß Bürgermeisterin Birgit Höcherl zahlreiche Einwohner des Ortes, Vertreter von Verwaltung und Stadtrat sowie Architekt Christian Schönberger und den Referenten des Abends, Bauoberrat Martin Stahr vom Amt für Ländliche Entwicklung in Tirschenreuth, willkommen.

Nach der Vorstellung des Amtes ging der Referent auf die verschiedenen Herausforderungen ein, mit denen Kommunen konfrontiert werden. Er nannte Leerstand, Zersiedelung, Alterung, Arbeitsplätze, Grundversorgung und Verkehrsanbindung. Große Aufgaben müssten bewältigt werden: Stahr nannte die Schaffung infrastruktureller, wirtschaftlicher und ökologischer Rahmenbedingungen für das Leben im Dorf, den Erhalt oder die Neubelebung des Gemeinschaftsgeistes sowie die Sorge für eine zukunftsträchtige Entwicklung des Dorfes.

Und genau hier setzen die Ziele des Dorferneuerungsverfahrens an, erläuterte der Fachmann. Indem die Lebens-, Arbeits-, und Wohnverhältnisse verbessert werden und unbefriedigende Zustände ausgeräumt werden, würden die Dörfer fit gemacht für die Zukunft. Dabei gelte der Grundsatz „Keine Dorferneuerung ohne Bürgermitwirkung!“ „Ein Projekt kann nur erfolgreich sein, wenn die Bürger an den Sitzungen und Arbeitskreisen teilnehmen“, lautete die Forderung des Referenten.

An zahlreichen Beispielen wurden verschiedene erfolgreich Maßnahmen vorgestellt, die im Rahmen anderer Dorferneuerungsprojekte bereits umgesetzt worden sind, wie beispielsweise der Dorfladen mit Dorfplatz in Gleiritsch. Breiten Raum nahm die Erörterung über Art, Höhe und Umfang der Förderung ein, wobei besonders die finanzielle Unterstützung der von Bürgern umgesetzten Maßnahmen ausgiebig diskutiert wurde. Bis zu 35 Prozent Förderung gebe es für dorfgerechte Um-, An- und Ausbaumaßnahmen je Gebäude, auch die Gestaltung von Hofplätzen werde gefördert, wie der Referent an vielen Beispielen aufzeigte.

Dann waren die Bürger gefordert, verschiedene Maßnahmen für Schwand zu erarbeiten. Straßenbeleuchtung, ein neuer Platz für den Container, Buswartehäuschen und Infotafeln, die Vorplatzgestaltung an der Kapelle, neue Ortsmitte, Parkplätze und Zufahrt zum Wintersportquartier sowie ein Abriss der alten Schule waren Vorschläge, die in der weiteren Planungsphase ausgearbeitet werden.

Bauoberrat Martin Stahr vom Amt für Ländliche Entwicklung in Tirschenreuth zeigte Beispiele von Dorferneuerungen auf und erarbeitete mit den Bürgern Maßnahmen, die für Schwand positiv wären.
Die erarbeiteten Ziele wurden an einem Memobrett gesammelt.
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