24.04.2019 - 14:03 Uhr
SchwandorfOberpfalz

100 Pilger vier Tage unterwegs

Mittlerweile geht die 40. Fußwallfahrt von Schwandorf nach Altötting über die Bühne. Der Weg der Gläubigen führt zur Gnadenmutter.

Um 3.30 Uhr am Mittwochmorgen machte sich die Gruppe der Schwandorfer Fußwallfahrer auf den viertägigen Pilgerweg nach Altötting.
von Autor ZIMProfil

Schon die Strecke der einfachen Entfernung von Schwandorf nach Altötting ringt manch einem großen Respekt ab - zumal wenn die 170 Kilometer innerhalb von vier Tagen zu Fuß absolviert werden. Umso beeindruckender ist da, wenn eine solche Fußwallfahrt bereits seit 40 Jahren stattfindet. Die unglaubliche Distanz von insgesamt 6800 Kilometern hat Diakon und Ehrenpilgerführer Hans-Dieter Göring zur Gnadenmutter zurückgelegt, ist er doch der einzige Pilger aus Schwandorf, der an allen Wallfahrten seit 1980 teilgenommen hat, ohne je einmal ausgesetzt zu haben.

Wenn sie am Samstagvormittag den Altöttinger Kapellplatz erreichen, dann haben die knapp 100 Pilger zusammen mit einem Team aus Organisatoren und Begleitern einen langen, teils beschwerlichen Fußmarsch zurückgelegt. Bevor sich die Gruppe auf den rund 170 Kilometer langen, von Schwandorf St. Jakob beginnenden, Fußweg machte, gab der Vorsitzende Stefan Schenk einige organisatorische Hinweise. Für Sicherheit und medizinische Betreuung sorgen engagierte Helfer der Johanniter, deren Leitung Janine Jobst obliegt. Damit wird nicht nur sichergestellt, dass die Pilger möglichst sicher betend und singend unterwegs sein können. Auf dem Weg wird der Ablauf bereichert durch Rosenkranzgebet, Gesänge und meditative Texte, die zur Besinnung und zum Nachdenken anregen.

Bereits seit einigen Wochen laufen die umfangreichen Vorbereitungen, angefangen mit der Organisation von Quartieren über die Planung von Verpflegung zu den Pausen auf der Strecke bis hin zum Transport des Gepäcks. Der Schwandorfer Stadtpfarrer von St. Jakob, Dekan Hans Amann, spendete am frühen Mittwochmorgen den Segen und wünschte den Pilgern, dass sie gut bei der Gnadenmutter ankommen mögen. Hans-Dieter-Göring oblag die ehrenvolle Aufgabe zum Entzünden der Pilgerkerze, die fortan bis zur Rückkehr der Wallfahrer in St. Jakob brennen wird.

Am ersten Tag führt der Weg über Brunn und Pettenreuth nach Wörth an der Donau. Die zweite Etappe mit 46 Kilometern geht bis nach Tunding. Am dritten Tag wird von Dingolfing, Frontenhausen und Seemannshausen betend vorbei am Grab des 2005 verstorbenen Pilgerbischofs Karl Flügel zur letzten Übernachtung nach Massing gegangen. Höhepunkt der Jubiläumswallfahrt wird neben einem Gebet zur Gottesmutter in der Gnadenkapelle ein Pontifikalamt mit dem Regensburger Diözesanbischof Rudolf Voderholzer sein.

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