In einem Krankenhaus in Regensburg ist eine 76-jährige Frau aus dem Landkreis Schwandorf verstorben. Die Zahl der Corona-Todesfälle im Kreisgebiet ist damit auf 13 angestiegen. Neue Infektionen waren am Montag nicht zu verzeichnen. Hier wirkte sich offensichtlich die sehr geringe Zahl der Testungen am Sonntag aus.
Mit dem Montag sind verschiedene Änderungen in Kraft getreten. Die zweite Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung lockerte die Ausgangsbeschränkungen, und für Krankschreibungen ist wieder ein Besuch beim Hausarzt erforderlich. Viele Hausärzte und auch Versorgungsarzt Dr. Stephan Gilliar haben diese Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen (GBA) als nicht gut befunden und Bedenken geäußert, da das Auslaufen der Sonderregelung die Bemühungen konterkariert, das Infektionsgeschehen in den hausärztlichen Praxen einzudämmen.
Am Montagvormittag hat sich Gilliar mit einem Brief an die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml gewandt. "Der Bitte war Erfolg beschieden", teilte das Landratsamt danach mit: "Telefonische Krankschreibungen bleiben bis zum 4. Mai möglich."
In seinem Brief an Huml äußerte Gilliar eine zweite Bitte: Da die Infektionszahlen und somit auch die Probenentnahmen stark rückläufig sind, wäre es gerade jetzt opportun, systemrelevante Personengruppen flächendeckend zu testen, um präventiv tätig zu sein und eventuelle Infektionsketten optimal rückverfolgen zu können. Gilliar sprach sich deshalb für eine breite Testung etwa bei Lehrern, Supermarktangestellten und beim medizinischen Personal aus. Da die mittlerweile geltenden Lockerungen in den Kontaktverboten in zwei bis drei Wochen ein Anwachsen von Testungen erwarten lassen, wäre jetzt der ideale Zeitpunkt, diese epidemiologisch sinnvolle Maßnahme einzuleiten.
Aufgrund der derzeit geringeren Probandenzahl wird ab sofort im Sepp-Simon-Stadion in Schwandorf nur noch am Montag, Mittwoch und Freitag getestet. Am Dienstag und am Donnerstag sind Tests in Nabburg möglich. Die weiteren Schwerpunktzentren in Burglengenfeld und Oberviechtach sind eingerichtet und könnten sofort anlaufen, was derzeit mangels Bedarf aber nicht erforderlich ist.
Seit letzten Dienstag existiert ein zusätzlicher Krankentransportwagen im Rettungsdienstbereich Amberg, zu dem auch der Landkreis Schwandorf gehört. Dieses zusätzliche Fahrzeug ist dem vernehmen nach gut ausgelastet.













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