03.11.2020 - 17:20 Uhr
SchwandorfOberpfalz

15 neue Coronafälle im Landkreis Schwandorf

Auch am Dienstag kommt es wieder zu einem Anstieg. Im Landkreis Schwandorf stehen inzwischen 863 Corona-Infektionen in der Statistik. Warum die Zahl des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit abweichen kann, erklärt das Landratsamt.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Mit 15 neuen Fällen vom Dienstag (Stand 17 Uhr), die sich auf acht Gemeinden verteilen, steigt die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Landkreis auf 863. Betroffen sind dieses Mal: Burglengenfeld (3), Nittenau (3), Schwandorf (3), Wackersdorf (2), Nabburg, Neunburg vorm Wald, Schönsee und Stulln. Die 7-Tage-Inzidenz, die vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) täglich um 15 Uhr neu veröffentlicht wird, liegt bei 63,57. In den Pflegeeinrichtungen in Schwandorf und Nabburg, von denen das Landratsamt am Montag berichtet hatte, hat sich jeweils ein neuer positiver Fall bestätigt.

"Manchmal werden wir von aufmerksamen Lesern gefragt, weshalb die von uns gemeldeten Zahlen nicht immer mit den vom LGL oder vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Zahlen übereinstimmen", fügte der Pressesprecher des Landratsamtes, Hans Prechtl, an. Am Montag hatte er von 848 Fällen berichtet. Das LGL nennt am Dienstag 849 Fälle, was de facto auch die Zahl von Montag ist. Für solche Abweichungen gibt es laut Prechtl folgende Gründe: "Unsere Zahlen sind immer in dem Moment aktuell, in dem die Pressemitteilung ergeht. Das ist im Regelfall der Zeitraum zwischen 16 und 17 Uhr. Zu keiner Zeit werden Zahlen verkündet, die mehrere Stunden alt sind. Jeder Meldung geht unmittelbar eine Abstimmung mit dem Gesundheitsamt voraus, auch an Sonn- und Feiertagen." Das RKI präsentiere die täglichen Werte immer auf der Basis des bundesweiten Datenstandes um 0 Uhr. Das LGL präsentiert die täglichen Werte immer auf der Basis des landesweiten Datenstandes um 8 Uhr. "Wir melden unsere Zahlen mehrmals täglich an das LGL, weshalb der dort zum Stand um 8 Uhr veröffentlichte Wert im Zeitpunkt der täglichen Aktualisierung der Homepage schon wieder überholt sein kann", so Prechtl weiter. Das Gesundheitsamt habe mehr Fälle zu bearbeiten, als nach dem Wohnortprinzip offiziell zu verkünden sind. Da gebe es zum Beispiel den ausländischen Staatsbürger, der in einem Zimmer im Landkreis wohnt und unter dieser Adresse an das LGL gemeldet wird. Sobald sich herausstellt, dass im Landkreis nur ein Nebenwohnsitz besteht und der Hauptwohnsitz im Heimatland liegt, meldet das LGL diesen Fall an das Heimatland weiter, nimmt ihn aber nicht mehr in die Meldung für den Landkreis Schwandorf mit auf, um eine Doppelzählung in Deutschland und im Heimatland zu vermeiden. Deshalb könne es in Einzelfällen vorkommen, dass das Landratsamt einen Fall vermeldet, der sich infektionstechnisch tatsächlich im Landkreis abspielt, der aber nicht in der Statistik des Kreises verbleibt. Aus all den Gründen sei es keine „echte“ Abweichung, wenn aktuell die eine Stelle von 848 Fällen und die andere Stelle von 849 Fällen spricht.

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