12.01.2022 - 18:03 Uhr
SchwandorfOberpfalz

175 Omikron-Fälle im Landkreis Schwandorf

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Schwandorf machte von Dienstag auf Mittwoch einen großen Sprung, und zwar von 163,0 auf 198,0.

Die Zahl der bestätigten Omikron-Fälle liegt im Landkreis Schwandorf bei 175.
von Claudia Völkl Kontakt Profil

Ursache für den Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz auf 198 im Landkreis Schwandorf sind 112 neue Infektionen, die dem Landratsamt am Dienstag gemeldet wurden. Am Mittwoch gingen – Stand 17.20 Uhr – 80 Erstmeldungen ein. Die bestätigten Omikron-Fälle stiegen seit Mittwoch von 122 auf 175, teilte das Landratsamt Schwandorf mit.

Mit drei Todesfällen erhöht sich die Zahl der mit oder an Corona Verstorbenen auf 237. Alle drei Personen lebten zu Hause. Eine 55-jährige Frau und ein 86-jähriger Mann waren nicht geimpft, die 69-jährige Frau war vollständig geimpft.

Quarantäne-Regelungen

Geändert haben sich die die Vorschriften zur Quarantäne. Eine konsolidierte Fassung ist auf der Landkreis-Homepage unter „Coronavirus – Downloads“ zu finden. Die aktuellen Änderungen gelten auch für Personen, die noch nach der vorherigen Rechtslage die Quarantäne bzw. Isolation antreten mussten. Das Gesundheitsamt informiert deshalb alle davon betroffenen Personen per Mail über die Neuerungen und gelockerten Maßnahmen. Ab sofort gilt auch für Infizierte und auch bei Omikron-Fällen eine Isolationsdauer von zehn Tagen mit Verkürzungsmöglichkeit ab Tag sieben (bei 48-stündiger Beschwerdefreiheit) mittels negativem PCR oder Antigenschnelltest. Bei Schülern oder Kita-Kindern, die lediglich Kontaktpersonen sind, ist eine vorzeitige Freitestung mit POC oder PCR bereits am Tag fünf möglich.

Weitere Reihentestungen

Im Elisabethenheim Schwandorf fand am Mittwoch eine weitere Reihentestung statt. In der Naabresidenz in Schwandorf fehlt nur mehr ein Ergebnis der Reihentestung vom Mittwoch. Ist auch dieses negativ, können die verfügten Maßnahmen am Donnerstag gelockert werden. Eine Reihentestung ist am Donnerstag in der Gemeinschaftsunterkunft in der Egelseer Straße in Schwandorf anberaumt.

Impfzentrum nicht ausgelastet

Im Zeitraum vom 5. bis 11. Januar wurden im Impfzentrum 2.100 Impfungen verabreicht. Diese gliedern sich auf in 220 Erst-, 360 Zweit- und 1.520 Drittimpfungen. Viele Impfmöglichkeiten bleiben ungenutzt. "Von der Logistik und Auslastung her könnten wir doppelt so viele Menschen impfen", so der Pressesprecher des Landratsamtes, Hans Prechtl. Die Hausärzte im Landkreis Schwandorf haben im genannten Zeitraum 3.878 Mal geimpft. Bei der Aufschlüsselung dieser Zahl fällt auf, dass sich darunter nur 174 Erstimpfungen befinden. Neben 642 Zweitimpfungen liegt der Schwerpunkt bei 3.062 Drittimpfungen.

Worin liegen die Gründe des deutlichen Rückgangs der Erstimpfungen bei den Hausärzten? Prechtl vermutet, dass feiertagsbedingte Praxisschließungen eine Rolle gespielt haben könnten. Vielleicht spiele aber auch hinein, dass man in der Globus-Außenstelle gerade bei zurückgehender Impfbereitschaft aus der „Laufkundschaft“ ein beachtliches Potenzial an Impfwilligen generieren konnte. So mancher Einkäufer sei zum kurzentschlossenen Impfwilligen geworden.

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