Schwandorf
08.07.2022 - 13:28 Uhr

31-Jährige will aus Fenster der Polizeidienststelle springen

Es begann mit einer telefonischen Unfallmeldung und endete mit Attacken auf Polizeibeamte sowie einem versuchten Sprung aus dem Fenster: Gegen eine 31-Jährige ermittelt die Schwandorfer Polizei nun wegen zahlreicher Delikte.

Wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, tätlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung sowie Beleidigung ermittelt die Polizei gegen eine 31-Jährige. Bild: Patrick Seeger/dpa
Wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, tätlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung sowie Beleidigung ermittelt die Polizei gegen eine 31-Jährige.

Eine 31 Jahre alte Frau meldete sich am Freitagmorgen um 1.30 Uhr bei der Polizeiinspektion Schwandorf und sagte, dass sie in Schwarzenfeld einen Verkehrsunfall verursacht habe. "Bei dem Anruf fiel dem Beamten auf, dass die Frau eine verwaschene Aussprache hatte, weshalb sie für die nähere Befragung zu Hause aufgesucht wurde", heißt es im Pressebericht der Polizei.

Vor Ort sollte sich der Verdacht bestätigen: Die Streife stellte fest, dass die Frau erheblich alkoholisiert war. Sie hatte laut Polizei über 2 Promille. Daher habe die Polizei eine Blutentnahme angeordnet. Damit sei die 31-Jährige aber gar nicht mehr einverstanden gewesen. Um die Blutentnahme zu verhindern, versuchte sie Polizeiangaben zufolge, die Beamten mehrfach zu treten und mit dem Knie zwischen die Beine zu stoßen. Sämtliche dieser Angriffe konnten verhindert werden. Eine Polizeibeamtin fing sich laut Polizei jedoch einen Ellenbogenschlag gegen die Rippen ein, bei dem sie leicht verletzt wurde.

Doch damit nicht genug: Bei der Blutentnahme bei der Polizei habe die Betrunkene erneut Widerstand geleistet. Zudem habe sie eine günstige Gelegenheit genutzt und versucht, im ersten Stock aus einem Fenster der Polizeidienststelle zu springen. Das konnten die Polizeibeamten jedoch verhindern. Wie die Polizei weiter berichtet, wurde die Frau wegen Selbstgefahr in eine psychiatrische Fachklinik gebracht.

Strafrechtlich erwarten die Frau nun mehrere Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, tätlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung sowie Beleidigung, weil sie auch noch ausfällig wurde. Zeugen und Geschädigte des bisher unbekannten Unfallgeschehens in Schwarzenfeld werden gebeten, sich mit der PI Schwandorf, Telefon 09431/4301-0, in Verbindung zu setzen.

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