Schwandorf
13.04.2026 - 13:18 Uhr

75 Jahre Klinik Lindenlohe: Jubiläumstag mit Einblicken und Neuerungen

Reanimation, Videobrille, Teddyklinik und Endoskop-Einsatz: Beim Tag der offenen Tür an der Asklepios-Klinik Lindenlohe durften die Besucher hinter die Kulissen blicken. Eine Personalie stand im Vordergrund.

75 Jahre Orthopädische Klinik Lindenlohe: Das Endoprothetik-Zentrum am Rande der Stadt Schwandorf feierte das Jubiläum am Sonntag mit einem Tag der offenen Tür. Dabei stellte sich der neue Chefarzt der Orthopädie, Professor Dr. Guido Heers, vor, der am 1. Juli offiziell seinen Dienst antritt. Der 56-jährige Mediziner arbeitet derzeit noch an der Vitos-Klinik in Kassel. Der in Münster geborene Facharzt für Orthopädie war von 2005 bis 2017 Oberarzt am Asklepios-Krankenhaus in Bad Abbach und kehrt damit zu seinem früheren Arbeitgeber zurück.

Er habe sich auf seinen Stationen in Bochum, Innsbruck, Bad Abbach, Kassel sowie in den USA in das gesamte Spektrum der Endoprothetik eingearbeitet, versicherte der neue Chefarzt der Asklepios-Klinik Lindenlohe – von der Hüfte über Knie, Schulter und Ellenbogen bis zur Wirbelsäule. Beim Tag der offenen Tür eröffnete Dr. Heers die Vortragsreihe mit dem Thema „Minimalinvasive Chirurgie beim Hüftgelenksersatz“ und bezeichnete die Operation als „finale Lösung“ bei einer Erkrankung des Gelenkknorpels. Der Patient entscheide sich dann für diesen Schritt, so der Mediziner, „wenn seine Lebensqualität so eingeschränkt ist, dass er nicht mehr das machen kann, was er will“. Mit 1400 Operationen im Jahr gehöre der Asklepios-Standort Lindenlohe zu den führenden Endoprothetik-Zentren. Das Haus mit über 200 Mitarbeitern verfüge über 70 Betten auf drei Stationen und fünf Operationssäle.

Beim Tag der offenen Tür stellten sich die Fachabteilungen vor, von der Operation über die Hygiene bis zur Pflege. Beim interaktiven Reanimationstraining gaben die Mitarbeiter Anleitungen zur Herzdruckmassage bei Atem- und Kreislaufstillstand; dafür stand eine Schulungspuppe zur Verfügung. Zur Ablenkung bei Operationen ohne Narkose bietet die Klinik Videobrillen zum Filmschauen an. Der Hygiene-Checkpoint gab mit Lichteffekten einen Einblick in die Reinigung der chirurgischen Instrumente.

Wer sich den „Altersanzug“ mit Gewichten, Kopfhörern und Brillen überstreifte, bekam einen Eindruck, mit welchen Handicaps ältere Menschen zu kämpfen haben. Am Sprechstunden-Point konnten sich Besucher mit Beschwerden am Bewegungsapparat medizinisch beraten lassen. Am Infostand der Pflege informierte Pflegedirektor Alexander Ebert über die Ausbildung in den Pflegeberufen. Personalleiterin Christina Ott bot ein Bewerbertraining an.

Andrang herrschte auch in der „Teddy-Klinik“. Dort durften die Kinder ihre mitgebrachten Stofftiere „untersuchen“ und sich die Berührungsängste nehmen lassen. Anästhesie-Pflegeleiter und „Haushistoriker“ Thomas Kastner erinnerte bei einem Rundgang an die Geschichte der Klinik, die am 9. April 1951 die ersten Patienten aufnahm. Externe Aussteller für Medizintechnik und Gesundheitsfragen sowie Vorträge zur Hand-, Wirbelsäulen- und Kniechirurgie rundeten das Programmangebot ab.

Auf dem Freigelände präsentierten die Vertreter von THW, Feuerwehr und BRK ihre Einsatzgeräte. Cafeteria und externe Caterer luden zur Verpflegungspause ein.

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