17.03.2019 - 10:16 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Abgeordnete forcieren Erdverkabelung

Die Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis Schwandorf haben erfahren, dass gerade geprüft werde, ob Erdverkabelung möglich ist. Es wäre ein Pilotprojekt.

Strommasten bei Schwandorf.
von Externer BeitragProfil

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat den Bundestagsabgeordneten Karl Holmeier und Marianne Schieder aus dem Wahlkreis Schwandorf mitgeteilt, dass derzeit geprüft werde, unter welchen Voraussetzungen die Aufnahme weiterer Leitungsvorhaben als Erdkabel-Pilotprojekt möglich ist. Die beiden Bundespolitiker gaben daraufhin eine Pressemitteilung heraus. Darin heißt es: "Auf unser Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier wurde uns mitgeteilt, dass derzeit die Aufnahme weiterer Leitungsvorhaben als Erdkabel-Pilotprojekte geprüft wird."

Hierunter falle auch die geplante Trasse im Bereich Schwandorf-Ettmannsdorf, die dann in das Bundesbedarfsplangesetz (BBPLG) aufgenommen werden würde. Nur wenn das Vorhaben als Erdkabel-Pilotprojekt in das Bundesbedarfsplangesetz aufgenommen werde, komme eine teilweise Erdverkabelung in Betracht. "Insoweit ist nun entscheidend, dass das BMWi die Notwendigkeit einer Erdverkabelung in diesem sensiblen Bereich aufgrund der Nähe zur Wohnbebauung der betroffenen Bevölkerung anerkennt, und so die Akzeptanz für den Netzausbau bei den Bürgern steigert. Wichtig ist im Rahmen der Prüfung, dass die Ausweisung als Erdkabel-Pilotprojekt netztechnisch sinnvoll ist und es nicht zu erheblichen Verzögerungen des Netzausbaus kommt." Diese Voraussetzungen seien laut Schieder und Holmeier gegeben, so dass sie mit einer positiven Entscheidung für Schwandorf-Ettmannsdorf rechnen. "Gleichwohl werden wir uns auch weiterhin für eine Erdverkabelung der Trasse beim Bundesminister Altmaier einsetzen."

Erneuerbare Energien bilden eine zentrale Säule der Energiewende. Um die in Norddeutschland produzierte Windenergie nach Süddeutschland zu transportieren und die Energiewende erfolgreich weiterzuführen, müssen die Höchstspannungsnetze in Deutschland ausgebaut werden. Diese Stromleitungstrassen führen unter anderem an Schwandorf-Ettmansdorf vorbei. Im Wahlkreis Schwandorf besteht seither eine große Verunsicherung bei den Bürgern, weil das Stadtgebiet Schwandorf von dem Leitungsbau stark betroffen ist, heißt es in der Pressemitteilung. Damit die Energiewende auch akzeptiert wird, bemühen sich die Bundestagsabgeordneten Holmeier und Schieder seit Jahren darum, dass die letzten Kilometer des Ostbayernringes im Brennpunktbereich Schwandorf-Ettmannsdorf unterirdisch verkabelt werden.

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