Kleinigkeiten kann die betagte Dame immer noch selbst erledigen, meist ist sie aber auf die Hilfe des familiären Netzwerks angewiesen. "Vor drei Jahren hat sie mit dem Rollator noch Walzer getanzt", erinnert sich Sohn Winfried. "Wissen und Können sind noch da", scherzt die Jubilarin, "aber das Sehen und Hören lässt nach". Trotzdem kann sie immer noch Glücksmomente genießen. Erst vor kurzem ist ihr eine Katze zugelaufen, die zutraulich geworden ist und bei ihr in der Wohnung bleibt. "Wir haben uns gesucht und gefunden", lacht Liselotte Hoffmann.
Vor zehn Jahren ist ihr Mann gestorben, mit dem sie zwei Söhne, Winfried und Hartmut, groß gezogen hat. Die beiden organisieren am Samstag eine Geburtstagsfeier, an der auch die fünf Enkel und ein Urenkel teilnehmen werden. Ein zweiter Urenkel ist unterwegs. "Die Familie war ihr immer wichtig", erzählt Sohn Winfried und erinnert sich an "viele schöne Feste". Winfried Hoffmann nennt auch den Grund dafür, warum die Gäste besonders gerne in das Haus in der Flurstraße kamen. "Mutter konnte köstliche Torten backen, die waren berühmt".
Liselotte Hoffmann stammt aus Schlesien, wurde vertrieben und kam nach Schwandorf. Ihr Mann Hellmuth, den sie im Februar 1944 in geheiratet hatte, war noch im Krieg. Es vergingen drei Jahre, bis sie sich wieder sahen. Er bekam Arbeit bei der Bahn und eine Wohnung in einem Eisenbahnerblock. Später zog das Ehepaar in ein eigenes Heim in der Flurstraße um, feierte 2004 die diamantene und fünf Jahre später die eiserne Hochzeit.













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