Der traditionelle Allerheiligenmarkt in Schwandorf war früher unter dem Namen „Mantelsonntag“ geläufig. An diesem Tag kam die Landbevölkerung in die Stadt, um sich mit warmer Kleidung für den Winter einzudecken. Diese Zeiten sind vorbei. Aus dem "Mantelsonntag" ist inzwischen der "Lieblingssonntag" geworden. Die Idee aber blieb die gleiche. Die Leute kommen am Sonntag vor Allerheiligen zum Bummeln und Einkaufen in die Schwandorfer Innenstadt. Doch bei dem schlechten Wetter hielt sich der Spaßfaktor diesmal in Grenzen.
Keine Stände im Freien
Mit Regenschirm und Regenjacke sollte ausgestattet sein, wer durch die in eine Fußgängerzone verwandelte Friedrich-Ebert-Straße schlenderte. Dort drängten sich die Menschen sonst rund um die Geschäfte. Diesmal war gähnende Leere. Es fehlten die Stände im Freien, mit denen die Händler sonst die Laufkundschaft anlockten. Das Geschehen verlagerte sich deshalb mehr ins Ladeninnere. Hannah Meier, Chefin des gleichnamigen Sportgeschäftes in der Friedrich-Ebert-Straße, war zufrieden. Es war ein Kommen und Gehen, sagt sie. Die Leute kauften, was sie für ihre Out- und Indoor-Aktivitäten brauchten: Winterjacken, Wanderstiefel und Sportschuhe.
Auch der gegenüberliegende Buchladen profitierte von den äußeren Bedingungen. Die Besucher stöberten im Schutz des Ladens länger als sonst bei der Suche nach Herbst- und Winterlektüre. Reger Betrieb herrschte auch am unteren Marktplatz. Dort hatten die einheimischen Gärtner rund um das Konrad-Max-Kunz-Glockenspiel eine große Auswahl an Grabgestecken aufgereiht. Auch hier war man mit den Umsätzen zufrieden. Unter dem Wetter zu leiden hatten dagegen die Fieranten am Marktplatz, die Dinge des täglichen Bedarfs anboten.





















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