Die beiden vakanten Pfarrstellen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Schwandorf sind innerhalb kurzer Zeit wieder besetzt worden. Vor einigen Wochen trat Stefan Drechsler seinen Dienst als „zweiter“ Pfarrer an, nun folgte die Ordination seines Kollegen Klaus Stolz, der zuvor 20 Jahre in Floß und 15 Jahre in Bad Griesbach tätig war.
Der 62-jährige gebürtige Fürther sucht in Schwandorf eine neue Herausforderung. Er will sich nicht nur um das Seelenheil der 3600 Mitglieder der Pfarrgemeinde Schwandorf-Wackersdorf-Steinberg sorgen, sondern auch politisch auftreten. So wie an seinem letzten Wirkungsort in Bad Griesbach, wo er syrischen Flüchtlingen Kirchenasyl gewährte.
Klaus Stolz tritt die Nachfolge von Pfarrer Arne Langbein an, der nach 20 Jahren Schwandorf in Richtung Nittendorf bei Regensburg verließ. In seiner Predigt wählte der Geistliche ein Gleichnis aus dem Buch der Könige und brach die historischen Überlieferungen auf die heutige Zeit herunter. Er will in Schwandorf „Dinge wieder beleben, die mit der Pandemie zum Erliegen gekommen sind“. Der Pfarrer betonte die Bedeutung einer Gemeinschaft, „die sich gegenseitig auf die Sprünge hilft“.
Zur Amtseinführung war der Dekan des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Sulzbach-Rosenberg, Karlhermann Schötz, nach Schwandorf gekommen, um seinem Freund und Kollegen die Ernennungsurkunde des Landesbischofs zu überreichen und ihn zu mahnen, das Hirtenamt gehorsam und gewissenhaft zu führen und die ethisch-moralischen Grundsätze der Kirchengemeinde zu achten.
„Weil wir einen neuen Anfang brauchen, rufen wir zu dir, mein Gott“, erklang in den Fürbitten. Chor, Orgel und Instrumentalsolisten stimmten Loblieder an. An der Feierstunde nahmen auch Vertreter der politischen Gemeinden und der Schwandorfer Religionsgemeinschaften teil. Sie bekamen die Gelegenheit zu einem Grußwort und boten dem neuen Pfarrer ihre Zusammenarbeit an. Beim anschließenden Empfang bestand die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch.
Klaus Stolz wurde im September 1961 in Fürth geboren, war 20 Jahre in Floß tätig und zuletzt 15 Jahre Kur- und Gästeseelsorger in Bad Griesbach. Er wohnt künftig im Schwandorfer Stadtteil Fronberg. Hobbys des ledigen Geistlichen sind Reisen, Lesen, Radfahren und Musikhören.













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