01.03.2019 - 10:58 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Arbeitsmarkt: Quote in Schwandorf konstant

Die Zahl der Arbeitslosen bleibt im Februar beinahe unverändert. Die Nachfrage nach Arbeitskräften sinkt allerdings im Jahresvergleich spürbar.

von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwandorf (Landkreis ohne Bereich Oberviechtach) ist im Februar leicht um 30 Personen auf etwa 2500 gestiegen. Gegenüber dem Februar vor einem Jahr fällt der Anstieg deutlicher aus: Damals waren 180 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Agenturchef Markus Nitsch gehe davon aus, dass mit den aktuellen Zahlen der Höchststand des laufenden Jahres erreicht ist, teilte die Agentur für Arbeit mit.

Die Arbeitslosenquote blieb gegenüber dem Januar 2019 unverändert bei 3,2 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 3 Prozent gelegen. Im Laufe des Berichtsmonats habe der Schwandorfer Vermittlungs-Service rund 850 neue Arbeitslosmeldungen entgegengenommen, teilte die Geschäftsstelle mit. Das waren im Vergleich zum Februar des vergangenen Jahres rund 20 Personen oder 2,7 Prozent weniger.

"Die Winterarbeitslosigkeit wirkt sich üblicherweise in unserer Region mehr aus. Die Unternehmen des Bau- und Baunebengewerbes greifen jedoch zunehmend auf das Saisonkurzarbeitergeld zurück und entlassen Arbeitnehmer aus Außenberufen seltener. Der jahresübliche Höchststand dürfte im Februar erreicht worden sein", berichtet Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf.

Branchenübergreifend werden vorrangig Fachkräfte und teilweise Helfer gesucht. In der metallverarbeitenden und der kunststoffverarbeitenden Industrie, in der Elektro- und Elektronikbranche, im Kfz- und im Friseurhandwerk, der Logistik, der Gebäudetechnik (Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik), der Holzverarbeitung sowie im Sozial- und Gesundheitswesen bestehe besonders hohe Nachfrage nach Arbeitskräften.

Die adäquate Besetzung der Stellen mit qualifiziertem Personal stelle dabei weiterhin eine Herausforderung für die Vermittlungsfachkräfte dar, meldet die Agentur. Die seit Herbst vergangenen Jahres steigende Zahl von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die eine neue Beschäftigung suchen, eröffne jedoch mehr Möglichkeiten, um gemeldete offene Arbeitsstellen zu besetzen.

Die auf hohem Niveau liegende Kräftenachfrage ging spürbar zurück. Betriebe und Unternehmen meldeten seit Jahresbeginn rund 780 neue sozialversicherungspflichtige Stellen zur Besetzung, rund 110 Angebote oder 12,6 Prozent weniger als im vergleichbaren Zeitraum des vergangenen Jahres.

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