22.12.2019 - 14:38 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Aufgaben gibt's noch genug

Einiges geschafft, ein Großprojekt abgeschlossen, aber noch viel zu tun: Oberbürgermeister Andreas Feller sieht die Stadt auf einem guten Weg. Andreas Wopperer (CSU) nimmt die Dauerkritiker im Netz aufs Korn.

Der Umbau der Friedrich-Ebert-Straße samt Wendelinplatz ist erledigt. Die Abwicklung ist nach den Worten von Oberbürgermeister Andreas Feller gut gelungen.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Die Jahresabschlusssitzung des Stadtrates ist auch die Zeit, kurz innezuhalten. Seit Jahren geschieht dies im Saal des Elisabethenheims, das zu Weihnachten Gastgeber für den Stadtrat und seine Gäste ist. Diesmal am Mittwoch auch für eine Abordnung aus Libourne: Denn es laufen die Vorbereitungen zum 55-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit den Freunden aus Frankreich. Ebenfalls gefeiert wird das 20-jährige Bestehen der Partnerschaft mit der Stadt Sokolov.

Feller hob unter den Großprojekten besonders die Fertigstellung der Friedrich-Ebert-Straße hervor. Die Abwicklung der Baumaßnahme sei gut gelungen, flankiert von diversen Werbemaßnahmen der Stadt. Die Sanierung der Lindenschule läuft, an der Fronberger Schule sind die Arbeiten abgeschlossen. 96 Prozent der Haushalte im Stadtgebiet sind mit schnellem Internet versorgt. Die letzten vier Prozent seien durchaus schwierig, sagte Feller, aber mit der Förderung aus diversen Programmen zu schaffen.

Oberbürgermeister Andreas Feller hob besonders den Abschluss der Arbeiten an der Friedrich-Ebert-Straße hervor, als er auf das ablaufende Jahr zurückblickte.

Weitere Großprojekte

Mit der Sanierung der Kreuzbergschule und des Stadtmuseums sowie dem Bau der Kindertagesstätten in Fronberg und im Lindenviertel stehen Großprojekte an. Feller verwies auf einige Firmenansiedlungen und die geplante, nächste Erweiterung bei "Benteler". "Es tut sich was in der Stadt", sagte Feller, verwies auch auf das kulturelle Angebot, nicht zuletzt auch mit den Aktionen im Stadtpark.

Den Ball nahm CSU-Fraktionschef Andreas Wopperer auf, der names des Stadtrats Bilanz zog. Feste, Vereinsleben, Filmtage, Konzerte: Wer behaupte, dass in der Stadt nichts geboten sei, müsse mit Blindheit oder Taubheit geschlagen sein. Auch Wopperer erinnerte an die abgeschlossenen und laufenden Investitionen der Stadt, verwies auf den boomenden Wohnungsbau - nicht nur mit Großprojekten wie an der Ettmannsdorfer Straße oder an der Libourne-Allee, sondern auch mit vielen Einfamilienhäusern.

"Schwandorf ist attraktiv", sagte Wopperer, keine "Schlafstadt" im Speckgürtel einer Metropole, sondern könne mit seinem eigenen Angebot neue Bürger gewinnen. Das zeige nicht nur die Nachfrage nach Bauplätzen. Und: "Schwandorf ist lebenswert", sagte der CSU-Fraktionschef, "die Schwandorfer mögen ihre Stadt". Das sei in Gesprächen immer wieder zu hören. Schließlich sei es, wenn ein Oberpfälzer mit "passt schon" über seine Stadt urteilt, das höchstmögliche Lob. "Die digitale Ersatzonanie, die manche betreiben, ist also nicht repräsentativ", sagte der CSU-Fraktionschef.

Es gebe aber auch viele Aufgaben: Die Sanierung der Innenstadt müsse weitergehen, besonders des äußeren Teils der Ebert-Straße, aber auch des Schlesier- und des Marktplatzes. Für das Schmidt-Bräu-Gelände deute sich eine Lösung an. "In der Stadt soll auch wieder mehr gewohnt werden", sagte Wopperer. Er regte "Renovierungsanreize" für Gebäude in der Innenstadt an. Möglichkeiten für neues Bauland sieht er in Egelsee-Süd ebenso wie auch "in den Dörfern".

Neues Konzept

Der Personennahverkehr brauche ein neues Konzept, sagte Wopperer. Ideen zu energetischer Sanierung, E-Mobilität und Klimaschutz sollten seiner Meinung nach in einem großen Konzept gebündelt werden. Der Hochwasserschutz sei nicht zu vergessen. "Denn Schwandorf ist eine Stadt ums Wasser herum, was uns gewiss auch wieder aufs Unangenehmste in Erinnerung gerufen werden wird."

Die Idee eines Ganzjahresbades sei weiter zu verfolgen - auch wenn die Verwirklichung Jahre dauern könnte. Mit einem Gründerzentrum und einer zweiten Naabbrücke nannte Wopperer zwei weitere, diskussionswürdige Großprojekte. "Manchen Brettern muss man sich länger widmen als anderen, ehe sie gebohrt sind." Dazu zählen auch die Barrierefreiheit des Bahnhofs, die Elektrifizierung der Bahnstrecke samt Lärmschutz, Ostbayernring und Süd-Ost-Link, die künftige Nutzung des Bahnbetriebswerks mit Lokschuppen.

Konstruktive Haltung

"Gottseidank herrscht in diesem Gremium eine konstruktive Grundhaltung, die etwas zum Guten der Stadt bewegen will", sagte Wopperer. Mit Blick auf den neu gewählten Stadtrat, der im Mai sein Amt antreten wird, äußerte er den Wunsch, "dass auch dann alle weiterhin das Wohl unserer Stadt und ihrer Bürgerschaft als oberste Verpflichtung sehen." Wie Oberbürgermeister Andreas Feller schloss Wopperer in seinen Dank und guten Wünsche besonders die Ehrenamtlichen in Vereinen und Verbänden der Stadt ein.

CSU-Fraktionschef Andreas Wopperer äußerte die Hoffnung, dass trotz des anstehenden Wahlkampfs die Zusammenarbeit im Stadtrat konstruktiv bleibt.
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