15.01.2020 - 15:23 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Aufstieg mit österreichischer Ruhe

Viele Menschen verlassen die Schulungsräume und Lehrwerkstätten des Werkhofs nach einer erfolgreichen Maßnahme zur Eingliederung. Auch im Werkhof selbst bieten sich Aufstiegschancen. Thomas Arnold ist dafür ein Musterbeispiel.

Thomas Arnold kam aus Österreich zum Werkhof nach Schwandorf. Dort leitet er den Bereich Umzüge und Transportservice.
von Externer BeitragProfil

Thomas Arnold kam vor Jahren aus Österreich zur Niederlassung in Schwandorf. Hier hat er sich einer Pressemitteilung des Werkhofes zufolge schnell bewährt und zusätzlich Aufgaben übernommen. Zwischenzeitlich leitet er den Bereich Umzüge und Transportservice in der Großen Kreisstadt.

Die Arbeitsgelegenheits-Maßnahme sollte eigentlich nur eine Zwischenlösung sein. Arnold hatte nach einer knapp verpatzten Prüfung zum Lokführer finanziell keine Luft, um die Prüfung zu wiederholen. Also meldete sich der heute 36-jährige Österreicher bei der Arbeitsagentur und ließ sich auf den Vorschlag ein, beim Werkhof zu jobben.

In Salzburg, wo er aufgewachsen und zur Schule gegangen ist, hatte er die Handelsschule besucht, die beim alpenländischen Nachbarn auch die Unternehmerprüfung einschließt, und anschließend beim Weltbild-Verlag gearbeitet. Durch den Umzug der Familie landete Arnold mit 22 Jahren in der Oberpfalz und musste sich einen komplett neuen Freundeskreis aufbauen. Über sein Interesse an Musik und Konzertveranstaltungen gelang ihm das auch. Dennoch blieb ein Leerraum, der sich erst langsam wieder füllte.

Beim Werkhof fand Thomas Arnold schließlich die Aufgabe, die seinen Fähigkeiten und auch Neigungen mit am meisten entspricht. "Ich bin gern draußen und nicht dauernd im Büro", verdeutlicht der Salzburger. Als Bereichsleiter ist er täglich in der Stadt und im Landkreis unterwegs, um Kundengespräche zu führen, Wohnungen zu besichtigen, die geräumt werden sollen und Umzüge zu fahren. Zuvor teilt er im Büro die aktuellen Transportfahrten, Routen und Mitarbeitenden ein. Auch das Kalkulieren und Versenden von Angeboten gehört zu seinen Aufgaben. Seit einiger Zeit kooperiert er zudem verstärkt mit dem Regensburger Team von Johannes Holler. Er springt mit seinem Lkw ein, wenn Not am Mann ist oder organisiert sich Unterstützung, wenn es bei ihm eng wird mit vielen Aufträgen. Dabei legt Arnold eine gute Portion österreichische Ruhe und Umsicht an den Tag.

Das hat ihm jetzt erneut ein Stück mehr Verantwortung eingebracht. Seit kurzem ist er Hollers Stellvertreter und springt in Regensburg ein, wenn der dortige langjährige Fuhrdienstleiter in Urlaub oder krank ist. Hatte Thomas Arnold schon bisher wenig Zeit für seinen Lieblingsautor Stephen King, bleibt ihm in Zukunft vermutlich noch etwas weniger Muße zum Lesen.

Immerhin lässt er sich seine morgendliche Zeitungslektüre nicht nehmen: "Das muss sein. Dafür komme ich extra jeden Tag etwas früher in die Arbeit, damit ich zu einer Tasse Kaffee Zeitung lesen kann". Im Laufe des Tages informiert er sich dann digital über soziale Medien, verrät der Werkhof-Mann.

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