Mit dem Alkoholpegel stieg die Stimmung im voll besetzten Saal und erreichte schließlich ihren Höhepunkt, als die Musikanten Punkt zwölf Uhr die Bayernhymne anstimmten. „Gott mit dir, du Land der Bayern“, dröhnte es vielstimmig durch den Saal. Tradition wird groß geschrieben an diesem Vormittag. Die Frauen müssen draußen bleiben, mit Ausnahme der Bedienungen und der Wirtin. Darüber wachen die „Türsteher“ mit Argusaugen. Drinnen im Saal laufen die üblichen Rituale ab. Die Ehrengäste und alle, die sich dafür halten, werden „rein- und rausgespielt“ und dürfen sich „hochleben“ lassen. Gegen eine entsprechende Geldspende versteht sich. Am frühen Nachmittag verlagerte sich das Geschehen dann ins Freie. Angeheiterte Mannsbilder schlüpften in Frauenkleider, tanzten um den Kirwabaum und zogen mit der Musik um den Dorfplatz.
Vorsitzender Hubertus von Breidbach zog für die Jubiläumsveranstaltung „40 Jahre Fronberger Kirwaverein“ eine positive Bilanz. Die beiden Tanzveranstaltungen im Saal der Brauereiwirtschaft waren sehr gut besucht. Der Andrang am Sonntagnachmittag auf dem Dorfplatz sprengte alle Rekorde. Ebenso wie die Zahl der Kirwapaare. Die 38 Jugendlichen hatten gar nicht alle Platz auf dem Podium und mussten sich beim Tanz um den Baum abwechseln. Zufrieden waren auch die Wirtsleute Cathleen Heine und Bernhard Meier. Zusammen mit den Bedienungen sorgten sie dafür, dass niemand hungrig oder durstig weggehen musste.
Schwerstarbeit verrichteten drei Tage lang auch die Musiker. Am Montag mobilisierten sie noch einmal alle Kräfte, brachten die Stimmung im Saal der Brauereiwirtschaft auf den Siedepunkt und begleiteten die Kirwagäste am Nachmittag auch noch durch das Dorf.













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