An der Auftaktveranstaltung mit dem Sozialwissenschaftler Dr. Martin Wellenreuther von der Universität Lüneburg nahmen am Mittwoch in der Oberpfalhalle 120 Lehrkräfte aus der gesamten Oberpfalz teil. Regierungsschuldirektorin Christina Bergmann sieht in der Plattform eine Möglichkeit für die Lehrkräfte, sich regelmäßig auszutauschen und weiter zu entwickeln. Ihr geht es vor allem um "einen wirksamen Unterricht für Schüler mit Lernschwäche". Ziel der Fortbildungsveranstaltungen sei es, die Lehrkräfte für die Lernschwierigkeiten der Kinder zu sensibilisieren und deren Ursachen zu erkennen, so Christina Bergmann.
Das "Sonderpädagogische Förderzentrum Schwandorf" hat sich längst zu einem Mittelpunkt der Fortbildung in der Oberpfalz entwickelt. Rektor Michael Zirngibl übernahm auch bei der Auftaktveranstaltung die Organisation und verlegte das Seminar in den Konrad-Max-Kunz-Saal. Dort stellte der Sozialwissenschaftler Dr. Martin Wellenreuther die Ergebnisse seiner Forschungen zum Lernverhalten von Schülern vor. Der Mitarbeiter am Institut für Bildungswissenschaften an der Leuphana-Universität in Lüneburg erteilt dem "Entdeckenden Lernen" nach Piaget eine Absage und stellt fest: "Der zeitliche Aufwand dafür ist viel zu groß." Für den Sozialpsychologen sei der Lerneffekt wesentlich höher, "wenn der Lehrer dem Schüler die Inhalte erklärt und sie mit veränderten Varianten einüben lässt".
Der Vortrag von Dr. Wellenreuther dient als Basis für vier weitere Kurse, die die Schulabteilung der Regierung der Oberpfalz im kommenden Schuljahr anbieten wird. Im Vordergrund stehen die Förderschwerpunkte Lesen, Texte verfassen und Rechnen.



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