09.05.2019 - 11:52 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Auszeichnung für Ehrenamtliche

Die Stadt hat in den vergangenen acht Jahren 183 Ehrenamtskarten an Personen verteilt, die sich in kirchlichen Einrichtungen, Sportvereinen oder Rettungsorganisationen Verdienste erworben haben.

Oberbürgermeister Andreas Feller (rechts) verlieh die Ehrenamtskarte in Blau an Herbert Ach, Bettina Schwab, Bernhard Schmid, Christian Suchomel, Daniel Schwab, Cornelia Lang und Christian Roidl (von links)
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Die "blaue" Ausführung ist drei Jahre gültig und kann verlängert werden, die Ehrenamtskarte in Gold hat dauerhaft Gültigkeit. Am Montag überreichte Oberbürgermeister Andreas Feller sieben weiteren ehrenamtlich tätigen Bürgern die "blaue Ehrenamtskarte". Bei Herbert Ach handelt es sich um einen Folgeantrag. Der Ortsvorsitzende der Stiftung "Bahn-Sozialwerk" sorgt sich um die sozialen Belange der Mitglieder und vermittelt ihnen Plätze für einen Urlaub in einem der BSW-Häuser.

Zum ersten Mal bekamen sechs Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Neukirchen die "blaue Ehrenamtskarte" verliehen. "Mitglied bei der Feuerwehr zu sein, gehört in Neukirchen zum Dorfleben", versichert Vorsitzender Daniel Schwab. Das bestätigte auch stellvertretender Kommandant Christian Suchomel, der den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Dorf hervorhob. "Ich will helfen, wenn es brennt oder ein Unfall passiert ist", so die Intention von Bettina Schwab, die über ihre Eltern zur Feuerwehr gekommen ist. Bei Cornelia Lang war der Vater schon Kommandant, und Bernhard Schmid trat in die Fußstapfen seines Opas. Er gehört außerdem zum Burschenverein und sagt: "Wer dort dabei ist, geht automatisch auch zur Feuerwehr". So wie Christian Roidl, der über andere Vereine im Dorf zur Feuerwehr stieß und dort aktiven Dienst leistet.

"Die Feuerwehr ist in die Dorfgemeinschaft integriert", versicherte auch Vorsitzender Daniel Schwab. Der Verein beteilige sich regelmäßig an den Festen im Ort und an den "runden" Geburtstagen der umliegenden Vereine und Feuerwehren. Das 150-jährige Jubiläum in vier Jahren wirft seine Schatten bereits voraus. Kommandant Albert Hauser kann sich auf 49 Aktive, darunter sieben Frauen, verlassen. Sie rückten im vergangenen Jahr zu zehn Einsätzen und Übungen aus und leisteten dabei 1160 Stunden.

Die höherwertige Ehrenamtskarte in Gold erhalten die Inhaber des Ehrenzeichens des Ministerpräsidenten, Feuerwehr-Dienstleistende sowie Einsatzkräfte im Rettungsdienst und sonstigen Einheiten des Katastrophenschutzes, die eine staatliche Ehrung für langjährigen aktiven Dienst bekommen haben. In Frage kommen auch Personen, die 25 Jahre lang mindestens 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich tätig waren.

Die Ehrenamtskarte in "Blau" kann bereits nach zweijährigem bürgerlichen Engagement verliehen werden, wenn der Antragsteller mindestens fünf Stunden pro Woche für seine ehrenamtliche Tätigkeit aufwendet. Sie bekommen außerdem die Inhaber der "Juleica-Karte" und ehrenamtliche Helfer von Rettungsorganisation, die noch keine staatliche Auszeichnung erhalten haben.

Der Landkreis, 15 Kommunen und zahlreiche Unternehmen beteiligen sich an der Initiative des Freistaates und gewähren den Inhabern der Ehrenamtskarte Vergünstigungen bis zu 50 Prozent.

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