02.04.2020 - 09:39 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Bankgeschäfte auch in Coronazeiten

Schnelle und unbürokratische Hilfe für Geschädigte der Coronakrise verspricht die Commerzbank, die ihren Jahresbericht 2019 vorgelegt hat. Dieser Bericht weist eine positive Entwicklung aus.

Mit Security-Personal vor und in der Filiale trägt die Commerzbank derzeit dafür Sorge, dass nicht zu viele Kunden gleichzeitig im Vor- und im Schalterraum anwesend sind, damit die Mindestabstände eingehalten werden können.
von Externer BeitragProfil

Arbeitnehmer, Selbstständige und Mittelständler beschäftigt derzeit vor allem ein anderes Thema – sie alle fürchten sich vor den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus. „Wir stehen auch in dieser schwierigen Situation fest an der Seite unserer Kunden“, versichert Marktbereichsleiter Bastian Wild von der Commerzbank Schwandorf. Das gelte sowohl für Privatkunden als auch für Unternehmen. Privatkunden, die zum Beispiel von Kurzarbeit betroffen sind, gewährt die Commerzbank bei Ratenkrediten eine dreimonatige Zahlungspause. Danach verzichtet die Bank auf eine erneute Kreditwürdigkeitsprüfung.

Kleinunternehmer und Mittelständler, die aufgrund der Krise Liquiditätsengpässe oder Kreditbedarf haben, würden zu den neu aufgesetzten und ausgeweiteten KfW-Corona-Kreditprogrammen des Bundes beraten. „Wir werden alles dafür tun, die Anträge von Unternehmen zeitnah zu prüfen damit ihre Liquiditäts- und Kreditversorgung zu sichern“, betonte Roland Hintermeier, in Schwandorf verantwortlich für Unternehmerkunden der Landkreise Schwandorf und Amberg-Sulzbach.

Die Commerzbank hat laut einer Pressemitteilung im vergangenen Jahr ihre positive Entwicklung im Marktbereich Schwandorf fortsetzen können. Im Privat- und Unternehmerkundensegment stieg das Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 19,5 Prozent auf 189 Millionen Euro. Insgesamt wurden hier in der Region netto 383 neue Kunden hinzugewonnen.

„Die Bereitschaft zum Wechsel der Bankverbindung ist so hoch wie nie zuvor“, urteilte Marktbereichsleiter Bastian Wild. Wichtiger Erfolgsfaktor war auch 2019 das kostenlose Girokonto.“ Das seit zehn Jahren andauernde Zinstief mache den Kunden indes zu schaffen. „Bei null Prozent Zinsen und 1,5 Prozent durchschnittlicher Inflation haben Kunden auch 2019 wieder einen Teil ihres Vermögens verloren. Seit Ende 2010 liegt dieser Wertverlust pro Bundesbürger insgesamt bei 1638 Euro – auch im Marktbereich Schwandorf“, betonte Wild. „Umso erstaunlicher ist es, dass das Einlagenvolumen hier erneut um 14 Prozent auf jetzt 63 Millionen Euro gestiegen ist.“

Ein Umdenken und damit eine Anlage in Wertpapiere bedeute jedoch nicht automatisch volles Risiko. „Auch mit einem konservativ ausgerichteten Vermögensmanagement konnten Kunden im vorigen Jahr einen Wertzuwachs von 8,3 Prozent erzielen. Diese Anlageform macht inzwischen einen Anteil von 64 Prozent an unseren Wertpapieranlagen aus.“

Auf der anderen Seite sorgte das Zinstief für einen deutlichen Zuwachs im Kreditgeschäft. So wurden im Baufinanzierungsbereich 2019 neue Kredite in Höhe von 22 Millionen Euro ausgereicht. Das sind 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Seit September 2019 bietet die Commerzbank auch eine „grüne Baufinanzierung“ an, die einen Zinsrabatt für energieeffizientes Bauen gewährt.

Ratenkredite waren im vergangenen Jahr ebenfalls stark gefragt. Hier wurden im Marktbereich Schwandorf insgesamt 2,8 Millionen Euro neu vergeben.

Die Commerzbank will ihre mobilen Angebote weiter ausbauen. „Ende 2019 haben sich bereits 70 Prozent aller digitalen Nutzer über ihr Smartphone eingeloggt, ein Jahr zuvor waren es erst 43 Prozent.“ Im Marktbereich Schwandorf liegt der Anteil der Kunden, die aktiv Online-Banking nutzen, inzwischen bei 40 Prozent. „Unser Ziel: Bis Ende 2023 sollen alle Produkte auf dem Smartphone abschließbar sein.“ Das heiße aber nicht, dass Kunden auf persönliche Beratung verzichten müssten.

Auch das Geschäft mit Selbständigen, Freiberuflern und Unternehmen mit bis zu 15 Millionen Euro Jahresumsatz hat die Commerzbank ausgebaut. „Wir haben 2019 die Kreditvergabe an diese Unternehmer um 33 Prozent gegenüber Vorjahr ausgeweitet“, betonte Unternehmerkundenberater Roland Hintermeier. Zudem konnten 192 neue Unternehmerkunden gewonnen werden. Insgesamt betreue die Commerzbank in Schwandorf rund 2900 Unternehmer und Freiberufler.

Marktbereichsleiter Bastian Wild von der Commerzbank Schwandorf
Roland Hintermeier, in der Commerzbank Schwandorf verantwortlich für Unternehmerkunden der Landkreise Schwandorf und Amberg-Sulzbach.
Hintergrund:

Positive Entwicklung im Bereich Schwandorf

Die Commerzbank hat im Marktbereich Schwandorf rund 20 Mitarbeiter. Zum Marktbereich Schwandorf gehören die beiden Standorte Schwandorf und Nabburg. Im vergangenen Jahr hat die Bank 383 neue Privatkunden hinzugewonnen sowie 192 neue Unternehmerkunden. Im Privat- und Unternehmerkundensegment stieg das Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 19,5 Prozent auf 189 Millionen Euro.

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