Auf Einladung des Lokalen Bündnisses für Familien fand in Kooperation mit der Stadt Schwandorf eine Begehung zur Barrierefreiheit in der Schwandorfer Geschäftswelt statt. Drei Geschäfte und das Kino hatten sich bereit erklärt, den Barriere-Check bei sich machen zu lassen. Geführt von den Organisatoren des Lokalen Bündnisses, VHS-Geschäftsführer Erhard Sailer und der kommunalen Behindertenbeauftragten Helga Forster, wurden der Drogeriemarkt dm, das Modehaus Frey, das Blumengeschäft Heinz und das Lichtwerk Kino auf Barrierefreiheit geprüft. Zusammen mit Oberbürgermeister Andreas Feller, Familienbeauftragter Gabi Dörfler, Citymanager Roland Kittel und den jeweiligen Verantwortlichen wurden die wichtigsten Grundlagen zur Erreichbarkeit, wie die Nähe der Behindertenparkplätze, der Eingangsbereich, der Zugang vom Erdgeschoss zum Obergeschoss, die Toiletten, die Breite der Gänge zwischen den Regalen und die Lage der Waren beurteilt und Verbesserungspotentiale diskutiert. Das Sanitätshaus Betzlbacher stellte dafür Rollstühle und Rollatoren zur Verfügung. Die beiden Geschäftsführer Andreas und Christian Betzlbacher waren bei der Begehung auch aktiv dabei und brachten ihre langjährige Erfahrung mit der Thematik ein.
Alle Beteiligten nutzten selbst die Rollatoren und Rollstühle, erlebten somit zwangsläufig einen Wechsel der Perspektive und mussten erfahren, wie schwierig es teilweise ist, mit Einschränkungen voran zu kommen. Eine kleine Stufe, ein zu enger Aufzug, Dekoständer vor der Türe oder ein nicht barrierefreies WC – das sind Hindernisse für Menschen mit Beeinträchtigungen, die dazu führen, dass ein Teil der Gesellschaft nur mit großem Aufwand oder gar nicht Geschäfte oder Einrichtungen nutzen kann.
Im Abschlussgespräch wurde festgehalten, dass für die teilnehmenden Geschäfte die Menschen mit körperlichen Einschränkungen, aber auch Senioren sowie Eltern mit Kinderwägen schon im Blickfeld sind. So gibt es teilweise bereits den schwellenlosen Zugang, das barrierefreie WC oder auch den Aufzug in die unterschiedlichen Ebenen. Allerdings sind gerade bei Altbauten kaum bauliche Veränderungen möglich. Hier sind Menschen mit Handicap auf die Unterstützung der Beschäftigten und Begleitpersonen angewiesen, um die Räume betreten zu können. Wichtig war es den Organisatoren auch, das Bewusstsein zu schärfen, dass sehr viele Menschen davon profitieren, wenn Barrieren beseitigt werden und es für alle wichtig ist, grundsätzlich ohne fremde Hilfe Geschäfte oder Einrichtungen betreten und nutzen zu können.



















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