19.09.2021 - 10:19 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Bayerisch-böhmische Grenzregionen wollen ihre Stärken ausspielen

Beim zweiten ostbayerisch-böhmisch Innovationstag suchten die Gastgeber Cornelia und Michael Horsch (links) das Gespräch mit den Wirtschaftsvertreterinnen der Region Pilsen, Marcela Krejsova und Karla Stankova (von rechts) sowie den IHK-Vertretern Thomas Hanauer und Richard Brunner (Mitte).
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

"Der Raum Oberpfalz-Pilsen gehört zu den wirtschaftlich stärksten Regionen in Europa", ist Thomas Hanauer überzeugt. Der Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer sieht in der aktuellen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft große Chancen für die Unternehmen an der bayerisch-böhmischen Grenze.

Beim zweiten Innovationstag des Bezirks Oberpfalz und der Industrie- und Handelskammer ging es um das Thema "Nachhaltigkeit". 100 Unternehmer, Wissenschaftler und Verbandsvertreter aus der Grenzregion Oberpfalz-Pilsen brachten innovative Ideen für ein nachhaltiges Wirtschaft ein. Bezirkstagspräsident Franz Löffler betonte bei der Eröffnung in der Veranstaltungshalle der Firma Horsch in Schwandorf-Sitzenhof: "Innovation lebt von Begegnung". Und: "Nur gemeinsam wird sich der Grenzraum global behaupten können". Gerade "Corona" habe gezeigt, "wie wichtig eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist", so Löffler. Er will "diese Höchstleistung" honorieren und demnächst ein "Pendlerfest für die Beschäftigten" veranstalten.

Die Vertreterin für Wirtschaftsförderung in der Region Pilsen, Marcela Krejsova, sieht die bayerisch-böhmische Grenzregion in einer Vorreiterrolle in Europa und erkennt bei den angesiedelten Firmen "hohes Innovationspotenzial". Der Nabburger Unternehmer und IHK-Vizepräsident Thomas Hanauer lobte das "grenzüberschreitende Pandemie-Management" und stellte fest: "Die Wirtschaft hat mittlerweile wieder Fahrt aufgenommen". Sein Verband habe bewusst die Firma Horsch als Veranstaltungsort gewählt, so Hanauer, "denn das Unternehmen ist weltweit Vorreiter für Nachhaltigkeit und Innovation". Die Organisatoren des Innovationstages, IHK-Geschäftsstellenleiter Richard Brunner und Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) Michael Zankl vom Bezirk Oberpfalz, unterstrichen diese Aussage und betonten: "Bei der Firma Horsch stehen der Schutz der Umwelt und der gesunde Mensch im Mittelpunkt".

Dies brachte auch "Hausherr" Michael Horsch in seinem Eröffnungsvortrag zum Ausdruck, als er feststellte: "Die Innovationskraft eines Unternehmens hat mit der Grundhaltung seiner Mitarbeiter zu tun". Der Hersteller von landwirtschaftlichen Geräten stellt den Menschen in den Mittelpunkt der Produktion und ist überzeugt: "Die menschlichen Bedürfnisse werden auch bei fortschreitender künstlicher Intelligenz bleiben".

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