Bei der Kreisversammlung des "Bayerischen Beamtenbundes" am Montag in der Schwefelquelle war dem CSU-Abgeordneten aber bewusst: "Wir müssen an der Außenansicht des öffentlichen Dienstes arbeiten".
Der Vorsitzende des Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes legte ein klares Bekenntnis zum Berufsbeamtentum ab und kündigte im Doppelhaushalt 2019/20 die Schaffung von 4000 zusätzlichen Stellen vorwiegend in den Bereichen "Bildung, Wissenschaft und Sicherheit" an. Mit einer höherer Eingangsbesoldung, Möglichkeiten zum beruflichen Aufstieg und mit der Aussicht auf einen sicheren Arbeitsplatz will Wolfgang Fackler qualifizierten Nachwuchs gewinnen. Ein weiteres Argument, das für eine Beschäftigung im Beamtenverhältnis spreche, sei das Alterruhegeld. 200 Millionen Euro zahle der Freistaat jährlich in einen Fonds zur Finanzierung der Beamtenpensionen. Der Kreisvorsitzende des Bayerischen Beamtenbundes, Wolfgang Meischner, bricht die Zahlen herunter. Der Landkreis Schwandorf zahle für seine 140 Beamten im Jahr 2,4 Millionen Euro in einen Versorgungsfond, bei der Stadt Schwandorf sind es 1,2 Millionen Euro. Ein Finanzierungsmix aus mehreren Töpfen mache es möglich, so Meischner, "dass ein A-12-Beamter im Monat eine Pension von 3400 Euro bezieht".
Einen Ausschuss für den öffdentlichen Dienst gibt es nur in Bayern. Vorsitzender Wolfgang Fackler erachtete dies als Wertschätzung des Freistaates gegenüber seinen Bediensteten. Er selbst habe seine Laufbahn im mittleren Dienst am Finanzamt begonnen, das Abitur nachgemacht, Jura studiert und als Steuerberater gearbeitet. Dann kehrte der Steuer-Jurist in die Finanzverwaltung zurück und stieg zum Oberregierungsrat auf, ehe er 2013 in den Landtag gewählt wurde.
Im Gegensatz zu seinen Vorgängern musste sich Wolfgang Fackler von den Vertretern der Berufsverbände im Bayerischen Beamtenbund keine Schelte anhören. Die Staatsdiener haben die Einsparungen aus der Zeit von Ministerpräsident Edmund Stoiber wieder wett machen können und dürfen sich in den nächsten drei Jahren über Gehaltssteigerungen von insgesamt 7,8 Prozent freuen.
"Wir haben die besten Beamten, die wir im Bundesvergleich auch am besten bezahlen wollen", machte Wolfang Fackler deutlich. Ein leistungsfähiger Staat koste Geld. Der Freistaat gebe die Hälfte seines Haushaltes für Personalkosten aus. Dies werde auch so bleiben, so der Ausschuss-Vorsitzende, denn: "Bayern macht keine Politik nach Kassenlage".













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