15.11.2018 - 13:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Beim Titelgewinn am Ring

Als der 27-jährige Profiboxer Timo Schwarzkopf seinen Gegner Florin Kardos vom EBU-Europameisterthron im Superleichtgewicht stürzt, steht am Ring auch Dr. Markus Johannes-Rueth, Chefarzt in Lindenlohe.

Beim Titelgewinn von Profiboxer Timo Schwarzkopf fungierte Dr. Markus Johannes-Rueth (links), Chefarzt der Sportklinik an der Asklepios Orthopädischen Klinik Lindenlohe, als ärztlicher Betreuer und Mental-Coach.

Der Chefarzt der Sportklinik an der Asklepios Orthopädischen Klinik Lindenlohe fungierte nicht nur als ärztlicher Betreuer des Boxers, sondern hatte ihn auch als Mental-Coach auf den Kampf vorbereitet.

Wie die Sportklinik in einer Pressemitteilung schreibt, hat der Arzt den deutschen Profiboxer, der als Festim Kryeziu in Albanien zur Welt gekommen ist, über dessen damaligen und mit Dr. Rueth eng befreundeten Weltmeister-Trainer Konrad "Conny" Mittermeier kennengelernt. Ab 2012 entstand eine Freundschaft zwischen dem Mediziner und dem Boxer. Als sein Bruder Urim im Frühling dieses Jahres eigens aus dem Allgäu nach Lindenlohe reiste, um sich hier von Dr. Rueth in einem sehr komplizierten Eingriff erfolgreich an der Achillessehne operieren zu lassen, begleitete ihn Festim. Dieser nutzte dabei die Zeit, um sich von Dr. Rueth eingehend untersuchen zu lassen - und gemeinsam mit ihm ein individuelles, funktionelles Work-out zu entwickeln, mit dem letzte athletische Defizite behoben wurden.

Dabei entstand auch in langen Gesprächen die Idee, dass der Arzt den Boxer künftig medizinisch betreuen und bei der Zusammenstellung eines funktionellen Trainings unterstützen solle. Nachdem Festim nach einer längeren Pause im Sommer sein Coaching-Team neuformierte und Urim dabei die Federführung übernahm, stand fest: Der Lindenloher Chefarzt gehört zum Team. Tatsächlich präsentierte sich Festim alias Timo Schwarzkopf beim Europameisterschaftskampf nicht nur in bester körperlicher Verfassung, sondern überzeugte die Laien wie Experten unter den über 800 Zuschauern in der Argensporthalle in Wangen (Allgäu) mit einem unbändigen Siegeswillen und einer klaren Fokussierung auf Gegner und Kampf. Beim Titelkampf fügte Festim nicht nur seinen bisher 18 Siegen einen weiteren hinzu, sondern brillierte gegen einen erfahrenen Gegner, der fünf Zentimeter größer ist und in den drei Kämpfen zuvor insgesamt nur vier Runden benötigt hatte.

Für Festim soll der EBU-Europameistertitel nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten. Vielmehr peilt er nun einen Weltmeisterschaftskampf an. Sollte es dazu kommen, wird Dr. Rueth wieder am Ring im Einsatz sein.

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