Bei Abbrucharbeiten im Rahmen der Neugestaltung des Kirchenumgriffs wurden im Frühjahr im Bereich der Schwandorfer Stadtpfarrkirche die sterblichen Überreste von Menschen, deren Namen nicht mehr bekannt sind, gefunden. Durch eine archäologische Grabungsfirma wurden die Funde dokumentiert und inventarisiert. Es sind Gebeine von Menschen, die vor uns gelebt, geglaubt und gehofft haben. Sie waren einst auf dem städtischen Friedhof, auf dem auch die um 1270 nachweisbare frühere Pfarrkirche St. Anna stand, in unmittelbarer Nähe der heutigen Jakobskirche bestattet worden. 1558 wurde der Friedhof dann vor die Stadt verlegt, jedoch fanden bis zum 18. Februar 1721 hier einzelne weitere Bestattungen statt.
Pfarrer Christian Kalis erinnerte jetzt bei der erneuten Beisetzung der sterblichen Überreste daran, dass aus menschlicher Sicht der Tod das letzte Wort zu haben scheint. „Die Gebeine, die wir heute erneut der Erde anvertrauen, erinnern uns daran, wie vergänglich alles Menschliche ist. Doch Gottes Blick ist ein anderer. Er kennt jeden Menschen, auch wenn sein Name längst vergessen ist. Was für uns nur noch Gebeine sind, sind für Gott Menschen, die er geschaffen, geliebt und zum ewigen Leben berufen hat. Darum durften wir die Verstorbenen voll Vertrauen erneut der Erde übergeben.“














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