11.07.2019 - 15:04 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Betend auf den Berg

Die Gläubigen der Pfarrei St.Jakob erfüllten auch heuer ihr zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges in großer Not gemachtes Versprechen: Jährlich zum Maria-Hilf-Berg der Nachbarstadt in Amberg zu pilgern.

Angeführt vom Pilgerkreuz machten sich die Gläubigen auf den gut 27 Kilometer langen Weg nach Amberg.
von Externer BeitragProfil

Im Jahre 1634 wütete in der Naabstadt die Pest besonders und hinterließ viele tödliche Spuren. Die Menschen damals versprachen das jährliche Bittgebet zum Berg der Gottesmutter. Die grausame Pest ließ nach und die Stadt kam wieder zur Ruhe. Das geht aus Archiv-Unterlagen hervor.

Winfried Fimmers aus Kronstetten übernahm ab sofort mit Helfern die Leitung als Vorbeter, Petra und Hans-Peter Forster aus Pittersberg kümmerten sich zusammen mit der Familie und die restliche Organisation. Für den 80-jährigen Hans Forster, der den Pilgerzug nach Amberg rund 40 Jahre lang verantwortlich leitete, war dies aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich.

Um 3 Uhr früh erteilte Dekan Hans Amann der etwa 30-köpfigen Schwandorfer Gruppe von Betern den Pilgersegen am Marktplatz. Es hätten zwar mehr Mitbeter sein können, aber die meisten der treuen Wanderer auf Gottes Spuren orientierten sich auch hier an der Aussage Jesu: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." Der Weg führte über Richt, Kreith und Pittersberg sowie im weiteren Verlauf auch über Högling und Moos auf den Maria-Hilf-Berg, dessen mächtige Kirche schon von weitem zu sehen war. Im Freien wurde abschließend zusammen mit weiteren Pilgern Festgottesdienst gefeiert, entsprechend dem Bergfest-Motto "Fürchtet Euch nicht". Die polnische Franziskaner-Gemeinschaft der Priester freute über die enorm vielen Gläubigen.

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