20.07.2018 - 11:18 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Bündnis für Familien ein bedeutendes Netzwerk

Seit zehn Jahren besteht das Lokale Bündnis für Familien im Landkreis Schwandorf unter dem Schirm des Landratsamtes und der Arbeitsagentur und es hat sich in dieser Zeit zu einem bedeutenden regionalen Netzwerk entwickelt.

Die Akteure des Lokalen Bündnisses für Familien mit den beiden Bündniskoordinatorinnen Helga Forster (vorne links) und Dorothea Seitz-Dobler (vorne, zweite von links) beim Status-Workshop.
von Externer BeitragProfil

„Wo stehen wir? Passt die Struktur? Welche Themen und Projekte standen noch nicht im Fokus?“, das waren die zentralen Fragen des halbtägigen Workshops, erklärte die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt und eine der beiden Bündniskoordinatorinnen, Dorothea Seitz-Dobler. „Die verschiedenen Bündnisakteure finden sich im Landkreis zusammen, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien durch bedarfsorientierte Projekte zu verbessern“, so Seitz-Dobler, „und da muss man sich mal die Zeit nehmen, zu überprüfen, ob die Weichen auch richtig gestellt sind.“ Fachmännische Unterstützung holte sich das Bündnis von der Lernenden Region mit der Moderatorin Manuela Radtke, die durch das straffe Programm des Nachmittags führte.

Über 20 Vertreterinnen und Vertreter aus den Projektgruppen des Bündnisses beteiligten sich an der Arbeitssitzung. Erstmalig waren auch die drei Leiterinnen der Mehrgenerationenhäuser des Landkreises Schwandorf vertreten, und zwar die Gastgeberin Stephanie Staudenmeyer aus Wackersdorf und die beiden Kolleginnen aus Maxhütte-Haidhof und Burglengenfeld. Auch Manuel Lischka von der IHK Regensburg und die Ehrenkreishandwerksmeisterin Ria Achhammer waren erstmals in dieser großen Runde mit dabei.

Bei einer ersten Rückschau waren sich die Mitglieder einig, dass die Höhepunkte der bisherigen Bündnisarbeit die dreimaligen Wettbewerbe „Familienfreundliche Kommunen“ und „Familienfreundliche Unternehmen“ waren, aus denen die darauffolgenden Besuche der Siegerunternehmen und -kommunen resultierten, um von den Besten zu lernen. Die Kursreihe „Stark durch Erziehung“ ist in all den Jahren auf sehr große Resonanz gestoßen und auch die große Leuchtturm-Veranstaltung mit dem „Demografie-Papst“ Dr. Lothar Koppers war mit über achtzig Teilnehmern sehr gut besucht.

Projekte zu „Vereinbarkeit Pflege und Beruf“, die Ausbildung zum betrieblichen Pflegelotsen und die Vorstellung der Tagespflege für zu pflegende Angehörige waren ebenso erfolgreiche Aktionen des Bündnisses wie der kontinuierliche Ausbau und die Informationsveranstaltungen der Familienbeauftragten der Kommunen und die jährlichen Businessveranstaltungen für Unternehmen. Handlungsbedarf besteht noch in der Akquise bestimmter Zielgruppen, wie Unternehmen und Sozialverbände.


Barrierefreiheit wichtiges Thema

Hauptaugenmerk wurde aber auf die Zukunft gelegt: „Was schreibt sich das Bündnis für die nächsten fünf Jahre auf die Fahne“ so die Fragen von der Moderatorin und hier trugen die Teilnehmer viele Ideen zusammen. Eine Bedarfsabfrage für Kinderferienbetreuung, das Thema „Pflege“ in all seinen Facetten oder gar ein Kindergesundheitstag bis hin zu den Themen „Gesundheit“ sowie „Gesellschaftlicher Wandel und geänderte Rollenverständnisse“ standen als Beispiele auf den Pinnwänden. Eines der Handlungsfelder, das die Akteure als Zukunftsthema ansahen, ist die Barrierefreiheit. Hier sind zum Beispiel Ortsbegehungen mit Rollstühlen/Rollatoren und mit Kinderwägen angedacht. Die erste Aufgabe des Bündnisses wird nun sein, Prioritäten für neue Projekte festzulegen und anzupacken, ohne die bereits bestehenden erfolgreichen Projekte zu vernachlässigen.

Helga Forster, die Gleichstellungsbeauftragte und Bündniskoordinatorin, nahm die Rückmeldung der Mitglieder über eine bisher erfolgreiche effektive Bündnisarbeit ebenso mit wie viele neue Impulse für die nächsten Monate. „Viele Projekte laufen gut, Familienfreundlichkeit als Standortfaktor ist mittlerweile in den Kommunen und Unternehmen angekommen – aber viele Themen und Projekte warten noch, packen wir‘s an“, so Ihre Bilanz.

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