Das Projekt „Mein Baum“ ermöglicht es Bürgern im Landkreis Schwandorf, Bäume in Städten und Dörfern über eine App zu erfassen. Ziel ist es, Datenlücken zu schließen, Bäume gezielt zu schützen und eine verlässliche Grundlage für eine klimaangepasste Stadtentwicklung zu schaffen. Bisher wurden mehr als 5000 Bäume in ganz Bayern gemeldet, wie der Bund Naturschutz mitteilt.
Grundlage sind verlässliche Daten
Bäume sind unverzichtbar für eine lebenswerte Umgebung. Sie kühlen Städte, speichern CO₂, filtern Schadstoffe und bieten Lebensraum für zahlreiche Arten. Gleichzeitig leiden sie zunehmend unter Hitze, Trockenheit und Krankheiten. „Um Stadtbäume besser schützen zu können, brauchen wir verlässliche Daten. Hier zählen wir auf die Unterstützung der Bürger im Landkreis“, erklärt Klaus Pöhler, Vorsitzender der Kreisgruppe Schwandorf des Bund Naturschutz.
Über die kostenlose App „Mein Baum“ können Nutzer einzelne Bäume oder ganze Alleen kartieren und Angaben zu Baumart, Zustand und Umfeld machen. Der Standort wird automatisch per GPS oder händisch per Mausklick erfasst. Alle Meldungen erscheinen auf einer interaktiven Karte. So wird sichtbar, wo bereits Bäume dokumentiert wurden oder wo neue „Wunschbäume“ entstehen könnten. Bestehende Einträge lassen sich jederzeit aktualisieren. Dadurch können Veränderungen über das Jahr hinweg nachvollzogen und Entwicklungen langfristig beobachtet werden.
Baukataster oft lückenhaft
„Viele Kommunen verfügen zwar über Baumkataster, doch diese sind oft lückenhaft, besonders bei privaten Bäumen oder aktuellen Veränderungen“, sagt Pöhler. „Mein Baum ergänzt diese Daten sinnvoll. Bürger erfassen Informationen, die bislang fehlen und schaffen damit eine wertvolle Grundlage für zukünftige Pflanz- und Schutzkonzepte.“ Perspektivisch ist auch ein Datenaustausch mit Kommunen vorgesehen.
Das Projekt verbindet Forschung, Bürgerbeteiligung und praktische Anwendung. Während öffentliche Bäume in kommunaler Verantwortung liegen, sind private Eigentümer häufig auf sich allein gestellt. „Wir wollen mit dem Projekt echten Mehrwert schaffen. Wissen, Gemeinschaft und gemeinsames Handeln stehen im Mittelpunkt“, betont Herr Pöhler. „Auch Schulklassen, Initiativen und Gruppen sind ausdrücklich eingeladen, sich zu beteiligen.“
Erste Analysen Ende 2026
Seit Projektstart 2025 wurden bereits 5000 Bäume erfasst, ein Datenbestand in der Größenordnung eines kleinen Stadtwalds. Die Einträge sind sorgfältig dokumentiert und werden innerhalb der Community geprüft. Freiwillige Moderatoren unterstützen zusätzlich bei fachlichen und technischen Fragen und tragen zur Qualität der Daten bei.
Das Projekt des Bund Naturschutz in Bayern wird gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern wie der Technischen Universität München und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf umgesetzt und wächst weiter: Ab sofort ist auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Projektpartner. Damit ist es möglich, deutschlandweit die Datengrundlage für Forschung und Naturschutz zu verbessern und gleichzeitig möglichst viele Menschen für den Schutz von Stadtbäumen zu begeistern. Erste Analysen folgen Ende 2026.
Diese Meldung ist aus Informationen der genannten Organisation oder Behörde und mit Unterstützung durch KI erstellt worden.













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