Schwandorf
15.10.2026 - 11:49 Uhr

Bürgermeisterversammlung fördert Austausch im Landkreis Schwandorf und setzt Impulse

Im Landkreis Schwandorf treffen sich Bürgermeister und kommunale Mitarbeiter mit Landrat Thomas Ebeling zu einem Austausch. Im Fokus stehen Themen wie Pflege, Ehrenamt und Standortmarketing.

Landrat Thomas Ebeling freute sich über den konstruktiven Austausch mit den Bürgermeistern und und Mitarbeitern der Verwaltung. Bild: Laura Kohl
Landrat Thomas Ebeling freute sich über den konstruktiven Austausch mit den Bürgermeistern und und Mitarbeitern der Verwaltung.

Zur jüngsten Bürgermeisterversammlung mit Landrat Thomas Ebeling trafen sich im Konrad-Max-Kunz-Saal der Schwandorfer Oberpfalzhalle die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aller 33 Kommunen im Landkreis Schwandorf sowie die Geschäftsleiter der kommunalen Verwaltungen und Mitarbeiter des Landratsamtes, insbesondere aus dem Bereich der Rechtsaufsicht. Im Mittelpunkt standen laut Pressemitteilung des Landratsamts Schwandorf der gemeinsame Austausch, aktuelle Themen der kommunalen Arbeit und Daseinsvorsorge, aber auch die Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Gemeinden weiter gestärkt und gemeinsame Herausforderungen effizient bewältigt werden können.

Die Versammlung bot Gelegenheit, wichtige Themen aus unterschiedlichen Fachbereichen aufzugreifen, neue Projekte vorzustellen und Anregungen für die praktische Arbeit in den Städten, Märkten und Gemeinden mitzunehmen. "Die Gespräche zwischen den Beteiligten verliefen überaus konstruktiv und zielorientiert", heißt es in der Pressemitteilung. Dabei sei einmal mehr deutlich geworden, wie wichtig eine enge Abstimmung zwischen den Kommunen und dem Landratsamt ist, um tragfähige Lösungen zu entwickeln, vorhandene Ressourcen sinnvoll einzusetzen und die Zukunft des Landkreises gemeinsam zu gestalten.

Lotsendienst für Pflege

Neben dem fachlichen Austausch bildeten mehrere interessante Vorträge einen Schwerpunkt der Veranstaltung. Ein wichtiger Themenbereich war die Unterstützung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen. Die Gute-Pflege-Lotsin Theresa Krämer stellte sich und ihr Projekt vor und gab einen Einblick in die Zielsetzung und die damit verbundenen Unterstützungsangebote. Gerade im Bereich der Pflege sei es wichtig, Betroffene und ihre Angehörigen bei Fragen und Herausforderungen nicht allein zu lassen und ihnen Orientierung zu geben, so der Tenor. Die Kommunen könnten durch die Weitergabe entsprechender Informationen dazu beitragen, dass Unterstützungsangebote bekannter werden und möglichst viele Menschen davon profitieren, so die Pressemitteilung.

Auch die Förderung des ehrenamtlichen Engagements stand auf der Tagesordnung. Florian Schmid, Geschäftsführer der Lernenden Region, stellte die Ehrenamtskarte vor. Sie sei ein wichtiger Baustein, um Menschen zu würdigen, die sich in besonderer Weise für die Gemeinschaft einsetzen. Gleichzeitig lebe ihre Attraktivität von einem möglichst vielfältigen Angebot an Vergünstigungen und Vorteilen, die den Karteninhabern zur Verfügung stehen.

Kommunen als Vermittler

Der Geschäftsführer der Lernenden Region bat deshalb die Bürgermeister ausdrücklich um Unterstützung bei der Gewinnung weiterer Akzeptanzstellen. Gesucht werden insbesondere Betriebe aus dem Einzelhandel und dem Gewerbe sowie Kultureinrichtungen, die sich an der Aktion beteiligen möchten. Die Kommunen könnten dabei eine wichtige Vermittlerrolle übernehmen. Ein breites Netz an Akzeptanzstellen stärke die Sichtbarkeit der Ehrenamtskarte, erhöhe ihren praktischen Nutzen und setze zugleich ein Zeichen für die Wertschätzung des freiwilligen Engagements in den Gemeinden.

Mit Carina Hoffmann stellte sich zudem eine neue Kreisfachberaterin vor. Sie nutzte die Gelegenheit, sich den Bürgermeistern persönlich bekannt zu machen und ihre Aufgaben sowie die Themen ihres Tätigkeitsbereichs näher zu erläutern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Wettbewerb „Unser Dorf – unsere Zukunft“. Der Wettbewerb biete den teilnehmenden Gemeinden die Möglichkeit, ihre Stärken, ihre Entwicklungsperspektiven und das Engagement der Menschen vor Ort sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt stehe dabei die Frage, wie sich Dörfer zukunftsfähig gestalten lassen, und die Anerkennung des Einsatzes der Bürgerinnen und Bürger für ihre Heimat. Carina Hoffmann ermutigte die Kommunen, sich zu bewerben. "Eine Teilnahme kann dazu beitragen, vorhandene Potenziale zu erkennen, neue Ideen anzustoßen und das Gemeinschaftsgefühl vor Ort weiter zu stärken", heißt es in der Pressemitteilung.

Digitale Standortportale

Welche Chancen das Standortmarketing für Städte, Märkte und Gemeinden bietet, erläuterte Sibylle Aumer, Bereichsleiterin bei der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim. Sie stellte das Standortportal Bayern vor und ging auf die Vorteile ein, die sich daraus für Kommunen unterschiedlicher Größenordnungen ergeben. Ein attraktiver Wirtschaftsstandort benötige Sichtbarkeit, verlässliche Informationen und eine gute Präsentation seiner Standortqualitäten. Digitale Standortportale könnten hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Aumer zeigte auf, weshalb sich eine Beschäftigung mit diesem Instrument auch für kleinere Städte und Gemeinden lohnen kann, wenn sie Standortqualitäten stärker in den Blick nehmen und die regionale Sichtbarkeit verbessern.

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war die Arbeit der Kreisbrandinspektion. Kreisbrandrat Christian Demleitner informierte über deren Aufgaben und erläuterte die Bedeutung einer frühzeitigen Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und der Kreisbrandinspektion, insbesondere bei der Erstellung von Feuerwehrbedarfsplänen. Die Sicherstellung einer leistungsfähigen Feuerwehr sei eine zentrale Aufgabe der kommunalen Gefahrenabwehr. Demleitner appellierte deshalb an die Bürgermeister, die Kreisbrandinspektion bereits frühzeitig in die Erstellung solcher Pläne einzubinden. Durch die frühzeitige Einbindung der Kreisbrandinspektion könnten unnötige Kosten vermieden, vorhandene Ressourcen besser genutzt und Synergien zwischen den Beteiligten erschlossen werden.

Der direkte Austausch zwischen den Bürgermeistern, deren Verwaltungsleitung und den Fachbereichen des Landratsamtes erwies sich laut Pressemitteilung als wertvolle Grundlage für eine abgestimmte und praxisorientierte Zusammenarbeit. "Die vorgestellten Projekte und fachlichen Informationen zeigten zugleich, welche Möglichkeiten sich durch gemeinsame Initiativen, frühzeitige Abstimmung und die Nutzung vorhandener Kompetenzen eröffnen", so die Bilanz. Die Bürgermeisterversammlung habe damit nicht nur eine Plattform für Information und Diskussion geboten, sondern auch wichtige Impulse für die weitere Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Gemeinden gesetzt.

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