06.09.2021 - 11:04 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Claudia Roth: Fortbestand der aktuellen Koalition „fatal für das Land"

Die Schwandorfer Grünen läuten den Wahlkampfendspurt ein. Dazu kommt prominente Unterstützung in die Große Kreisstadt: Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth.

Die Grünen-Politikerinnen Claudia Roth (rechts) und Tina Winklmann (links) hoffen auf eine politische Wende im Land.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Für Claudia Roth ist es in ihrer politischen Kariere bereits der elfte Wahlkampf. Tina Winklmann (41) bewirbt sich dagegen zum ersten Mal um das Direktmandat für den Bundestag im Wahlkreis 234 Schwandorf und rechnet sich auf Platz 17 der Landesliste gute Chancen aus. Aussicht auf den Einzug ins Parlament bestätigen ihr auch der Regensburger Landtagsabgeordnete Jürgen Mistol und die Schwandorfer Dritte Bürgermeisterin Marion Juniec-Möller, die beim politischen Abend am Samstag in der Spitalkirche der Kandidatin den Rücken stärkten.

Tina Winklmann ist Bezirksvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied im Landesausschuss und Sprecherin der LAG „Gewerkschafts-Grün Bayern“. Die 41-jährige gelernte Verfahrensmechanikerin schloss sich mit 16 Jahren den Grünen an und will ihre politische Laufbahn nun mit dem Einzug in den Bundestag krönen. Sie schätzt: „14 Prozent in Bayern, das müsste reichen“. Die Grünen-Politikerin setzt sich für „Klimaschutz, nachhaltige Landwirtschaft, sanften Tourismus, eine gesunde Umwelt, gute Bildung, gerechte Arbeit und ein soziales Zusammenleben der Menschen ein“. Die Frage nach gleichwertigen Lebensverhältnissen habe gerade in der Oberpfalz einen hohen Stellenwert, so Winklmann.

Claudia Roth spürt „den Wunsch der Menschen nach einem politischen Wechsel“. Der Fortbestand der aktuellen Koalition wäre in ihren Augen „fatal für das Land“. Die Bundestagsvizepräsidentin fordert ein Umdenken in der Verkehrspolitik und im Klimaschutz und ist überzeugt: „Ein Tempolimit auf Autobahnen wird kommen“.

Die Spitzenkandidatin der bayerischen Grünen setzt sich für eine „gesetzliche Gleichstellung der Lebensgemeinschaften“ ein und pocht auf das „Recht auf bezahlbaren Wohnraum für alle“. Beim Mindestlohn ist sie für eine Anhebung auf zwölf Euro. Claudia Roth ist zwar für die Beibehaltung der Kirchensteuer, mahnt die Kirchenleitungen aber an, sich an geltendes Recht und Gesetz zu halten. Das Musiker-Duo Desiree Pronath und Kilian Fleischmann begleitete die Veranstaltung in der mit Blumen geschmückten Spitalkirche musikalisch.

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