Schwandorf
17.04.2020 - 16:13 Uhr

Corona: Behindertenheim ein Schwerpunkt

28 neue Corona-Fälle meldet der Pressesprecher des Landratsamtes, Hans Prechtl, am Freitag. Die Zahl der Infektionen im Landkreis Schwandorf ist damit auf 404 gestiegen. Der Schwerpunkt liegt in einem Behindertenheim.

Der genommene Abstrich wird im Labor getestet. Symbolbild: Felix Kästle
Der genommene Abstrich wird im Labor getestet.

Bereits am Mittwoch und Donnerstag rückte ein Behindertenheim im östlichen Landkreis Schwandorf bei den Neuinfektionen in den Fokus. "Die Sorgen waren leider begründet", betont Hans Prechtl. Mehr als zwei Dutzend Bewohner und Mitarbeiter wurden positiv getestet. Wie die betroffene Einrichtung auf ihrer Homepage selbst mitteilt, handelt es sich um die Pflegeeinrichtung „Jägerhof“ in Schönsee, einer Einrichtung der Dr. Loew Soziale Dienstleistungen. "Auch umfassende Maßnahmen konnten nicht vollständig ausschließen, dass sich das Virus verbreitet. Das Landratsamt koordiniert das weitere Vorgehen in enger Abstimmung mit der Einrichtung", so Prechtl.

Bei jetzt 404 Fällen ist die Zahl der genesenen Personen auf 214 gestiegen. Damit ist die Zahl der neuen Infektionen am Freitag höher als die der aktuell Genesenen. Auch wenn die Zahl der Infizierten im Landkreis noch bei deutlich unter einem Prozent liegt: Der Pressesprecher befürchtet, "dass das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist".

Versorgungsarzt Dr. Stephan Gilliar lobte in der Videokonferenz des Krisenstabs die vorbildliche Zusammenarbeit mit der Bundeswehr beim Testzentrum in Nabburg. Mit den Testzentren in Schwandorf und Nabburg sei gewährleistet, "im Bedarfsfall die Zahl der Testungen sehr schnell nach oben fahren zu können". Ärztlicher Leiter Marc Bigalke sieht die Krankenhäuser "für das Wochenende gut gerüstet".

Weitere Informationen zum Coronavirus

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.