Schwandorf
16.04.2021 - 17:15 Uhr

Corona bei fünf Prozent der Schwandorfer Landkreisbevölkerung

Jeder 20. Bewohner des Landkreises Schwandorf hatte schon Corona. Diesen Schluss lässt die Statistik zu. Die Dunkelziffer ist aber höchstwahrscheinlich noch viel höher.

Symbolbild: Christophe Gateau

Mit 36 Fällen vom Donnerstag steigt die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Landkreisgebiet auf 7416. Das entspricht exakt fünf Prozent der Landkreisbevölkerung. Damit wurde bei jedem 20. Landkreisbewohner eine Infektion nachgewiesen. Dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher sein wird, gilt nach Angaben des Landratsamts in Schwandorf nicht nur für den Landkreis Tirschenreuth. Das Robert-Koch-Institut sei bereits im Januar in einer Analyse davon ausgegangen, dass bundesweit die Dunkelziffer bei einem Faktor von vier bis sechs liegen wird.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die am Donnerstag bei 167,7 lag, erhöhte sich am Freitag nur geringfügig auf 169,7. Eine Allgemeinverfügung des Landratsamtes vom Freitag regelt verbindlich: Schulen und Kindertagesstätten können noch nicht vollständig in den Präsenzunterricht oder die Regelbetreuung wechseln. Es bleibt vorerst so, wie es ist.

Die mobilen Impfteams impfen jetzt auch in systemrelevanten Großbetrieben der Lebensmittelproduktion und der Medizintechnik bzw. Pharmaindustrie. Zu diesen Großbetrieben zählen unter anderem Gerresheimer als Spezialist für Primärverpackungen vor allem für die Medizin- und Pharmaindustrie, die MMM Münchener Medizin Mechanik in Stadlern, die Pharma Stulln, der Fleisch- und Wurstwarenhersteller Wolf in Schwandorf und die Privatmolkerei Bechtel in Schwarzenfeld. An einen Ausbau dieser Impfungen in den Betrieben ist gedacht, sobald wieder Sonderkontingente zugewiesen werden. Denn wichtig bleibt nach Angaben des Landratsamtes: "Wir impfen nach den Vorgaben der Impfverordnung, und durch die Betriebsimpfungen darf keiner priorisierten Person ein Vakzin vorenthalten werden. Das gewährleisten wir dadurch, dass in den Betrieben nur die Sonderkontingente für Grenzlandkreise, aber keine Anteile der Regellieferungen verimpft werden."

Im St. Barbara Krankenhaus in Schwandorf findet am Samstag die Endtestung statt. In der Asklepios-Klinik in Burglengenfeld gibt es nach großangelegter PCR-Reihentestung bisher keine Folgefälle. Nur wenige Testergebnisse stehen noch aus. In vier Alten und Pflegeheimen in Maxhütte-Haidhof, Schwandorf, Neunburg vorm Wald und Wackersdorf wird das Infektionsgeschehen abgearbeitet.

Oberpfalz25.05.2022

In der Öffentlichkeit existiert reges Interesse an den neu eingeführten Lockerungen hinsichtlich des Kontaktpersonen-Managements nach vollständiger Impfung. "Nicht jedem gefallen die Sonderrechte für Geimpfte", sagte dazu Amtssprecher Hans Prechtl. Eine Debatte darüber, ob es Sonderrechte für Menschen mit einer Corona-Impfung geben soll, wird in ganz Deutschland geführt. Prechtl: "Wir weisen darauf hin, dass die Entscheidung über diese Frage nicht dem Landratsamt obliegt. Zuständig sind die Regierungen in München und Berlin."

Im Landkreis Schwandorf sind aktuell 62 Personen bekannt, die trotz zweimaliger Impfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer positiv getestet wurden. In einem in New York veröffentlichten Interview geht der Chef des Pharmaunternehmens Pfizer, Albert Bourla, davon aus, dass wahrscheinlich eine dritte Immunisierung notwendig sein wird, wobei die dritte Dosis „irgendwo zwischen sechs und zwölf Monaten“ nach der zweiten Impfung zu verabreichen sein wird.

 
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