18.09.2020 - 16:37 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Corona: Genau auf 7-Tage-Inzidenz achten

Im Landkreis Schwandorf nimmt die neue Corona-Koordinierungsruppe ihre Arbeit auf. Unterdessen steht der Kreis innerhalb Bayerns sehr gut da, was den weiteren Ausbruch von Covid-19 anbetrifft.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Am Freitag ist bis zum späten Nachmittag kein neuer Coronafall im Landkreis bekannt geworden. Es bleibt somit bei 581 Fällen. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner liegt aktuell bei 3,40. Das teilte das Landratsamt in Schwandorf mit.

Erstmals tagte am Freitag die Koordinierungsgruppe zur Bewältigung der Corona-Pandemie, die in allen Landkreisen in Bayern eingerichtet wurde. Sie ist vergleichbar mit der Führungsgruppe Katastrophenschutz, die mit dem Ende des Katastrophenfalls am 17. Juni als aufgelöst galt. Auch diese Lagebesprechung fand als Videokonferenz statt. Die Koordinierungsgruppe wird von Landrat Thomas Ebeling geleitet. Neben den mit der Pandemie direkt befassten Mitarbeitern des Landratsamtes gehören ihr die Inspektionsleiter der Polizeidienststellen, Ärzte aus den örtlichen Krankenhäusern, die Bundeswehr, das Technische Hilfswerk, die Sanitätsdienste Rotes Kreuz und Johanniter sowie die Feuerwehr an. Die Koordinierungsgruppe plant und steuert das koordinierte Zusammenwirken der verschiedenen Stellen bei Ausbruchsgeschehen. Während die Sitzung vorrangig der Konstituierung diente, ist dieses Gremium künftig spätestens immer dann einzuberufen, wenn die 7-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner im Landkreis den Signalwert von 35 übersteigt.

Derzeit ist die Situation im Landkreis gut überschaubar und beherrschbar. Dabei muss immer wieder betont werden, dass sich dies auch schnell ändern könnte. Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Schwandorf liegt mit 3,40 im Moment deutlich unter den Werten in der Oberpfalz (12,89) und in Bayern (20,71). Während es im August überwiegend Reiserückkehrer waren, die positiv getestet wurden, sind es jetzt Personen, die man keiner bestimmten Gruppe zuordnen kann. Bei einigen Reihentestungen, wie sie von der Landespolitik auch beworben wurden, wurden Personen positiv getestet, die keinerlei Symptome hatten.

Die beiden Vertreter der Krankenhäuser in Schwandorf und Burglengenfeld berichteten, dass sie derzeit keinen positiven Fall im Haus haben. Die Situation ist entspannt. Dass sich bei den infizierten Personen aktuell keine schweren Verläufe ergeben und es in den letzten Wochen auch keine weiteren Todesfälle gab, liegt am niedrigen Durchschnittsalter der Patienten von rund 30 Jahren.

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