27.12.2021 - 15:58 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Corona: Gesundheitsamt veranlasst Isolation in Schwandorfer Heim

Das Gesundheitsamt sah sich veranlasst, über Weihnachten für das Elisabethenheim in Schwandorf ein teilweises Besuchsverbot auszusprechen. Unterdessen gibt es im Landkreis Schwandorf weitere Corona-Omikron-Fälle.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Die Corona-Inzidenz war über die Weihnachtsfeiertage im Landkreis Schwandorf von 220 auf 177,1 zurückgegangen. Am Montag meldete das Gesundheitsamt einen leichten Anstieg auf 179,8. 15 neue Fälle (Stand gegen 15 Uhr) sind dort am Montag zunächst bekannt geworden. Gestiegen ist auch die Zahl der Todesfälle von 215 auf 217. Verstorben ist eine 72-jährige Frau, die zu Hause gelebt hatte. Auf der Intensivstation des Klinikums St. Marien in Amberg verstarb ein 27-jähriger Mann, der nicht geimpft war. Über die Feiertage hat sich unter den positiven Fällen drei Mal die Omikron-Mutante bestätigt. Bislang waren vier Fälle bekannt, von denen nur einer seinen Hauptwohnsitz im Landkreis hat. Bei zwei der drei neuen Omikron-Fälle handelt es sich um Personen, die kürzlich beim Skifahren in Tirol waren.

Nachdem sich am 23. Dezember auf einer Wohnebene des Elisabethenheims in Schwandorf zwei Fälle bei einem PCR-Test bestätigt hatten, beide Personen Symptome aufwiesen und auch zwei enge Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt werden mussten, wurde zusätzlich zu den erforderlichen hygienischen Schutzvorkehrungen eine intensivierte Antigen-Schnelltestung der Bewohner und Mitarbeiter eingeleitet. Dies geschah im Vorgriff auf eine PCR-Reihentestung, die am Montag stattfand. Die Schnelltest-Aktion erfolgte laut Landratsamt am 23. Dezember in Anbetracht der bevorstehenden Feiertage, um weitreichendere Maßnahmen für alle Betroffenen so gering wie nötig zu halten. Nachdem der letzte Ausbruch in der Einrichtung erst wenige Wochen zurücklag, wurde die Heimleitung außerdem aufgefordert, dem Gesundheitsamt eine Auflistung der seinerzeit Genesenen im betroffenen Wohnbereich zukommen zu lassen, um eine Abschätzung des Infektionsrisikos für die restlichen Bewohner vornehmen zu können. Am Heiligen Abend wurden in einer Schnelltestung drei weitere Bewohner aus einer anderen Wohnebene und ein Mitarbeiter als positiv erkannt. Nachdem an Heiligabend gegen Mittag die geforderten Unterlagen der Heimleitung zur Risikoabwägung noch nicht vorlagen, auf der anderen Seite aber das Ausbruchsgeschehen ein nicht überschaubares Ausmaß anzunehmen drohte, wurde vom Gesundheitsamt die Isolation aller Bewohner der beiden betroffenen Ebenen mit Besuchs- und Ausgangsverbot angeordnet. Von den Maßnahmen ausgenommen waren lediglich Personen, von denen eine Genesung im Vorausbruch im November und Dezember belegt war. Am ersten Feiertag gingen weitere drei Positivmeldungen von Personen mit Krankheitssymptomatik ein. Nachdem sich unter den positiv getesteten und symptomatischen Bewohnern auch geboosterte Personen befanden, deren dritte Impfung über sechs Wochen zurücklag und zugleich am 24. Dezember im Landkreis die genannten Omikron-Meldungen zu verzeichnen waren, was den Verdacht nährte, dass diese hochansteckende Variante regional bereits weiter verbreitet sein könnte als bisher bekannt, wurden die Maßnahmen ungeachtet des Impfstatus erlassen. Die Einrichtungsleitung wurde gebeten, Angehörigen in Einzelfällen die Kontaktaufnahme zum Gesundheitsamt nahezulegen, um nach individueller Risikoabwägung und Beratung persönlich angepasste Lösungsstrategien zu finden.

"Wir waren uns durchaus bewusst, wie einschneidend ein Besuchsverbot an Weihnachten wirken wird. Gleichwohl war eine ermessensgerechte Abwägung zwischen dem Schutz aller Heimbewohner und dem berechtigten Interesse nach Weihnachtsbesuchen vorzunehmen", erklärte das Landratsamt am Montag. Bereits zu Beginn der Weihnachtstage habe man im Heim kommuniziert, dass die erforderlichen Maßnahmen umgehend auf den Prüfstand gestellt werden, sobald die Ergebnisse der PCR-Reihentestung vorliegen. Noch ausstehend ist auch das Ergebnis der letzten PCR-Reihentestung im Seniorenheim Oberviechtach. In der Naabresidenz in Schwandorf findet ebenfalls eine PCR-Reihentestung statt.

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