08.03.2021 - 17:32 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Corona-Inzidenz im Landkreis Schwandorf: Bundesweit in der Spitzengruppe

Von weiteren Lockerungen ist der Landkreis Schwandorf weit entfernt. Denn die Corona-Inzidenz steigt wieder und nähert sich der Marke 200.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Die Corona-Sieben-Tage-Inzidenz, die am Sonntag bei 181,9 lag, erhöhte sich am Montag um den Wert 12,2 und liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und Robert-Koch-Institut (RKI) nun bei 194,1. Das ist von den 401 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland der zwölfthöchste Wert. 48 Fälle kamen am Sonntag neu hinzu, so dass die registrierte Gesamtzahl der Corona-Infektionen auf 5314 anstieg.

Die fünf weiteren positiven Fälle, die das Landratsamt am Sonntag aus der Gemeinschaftsunterkunft in Schwandorf-Dachelhofen vermeldet hatte, wurden alle in eine Einrichtung im Landkreis Regensburg verlegt. Ein Bewohner mit Hochrisikoprofil wurde in die Gemeinschaftsunterkunft in Nittenau verlegt. Die Endtestung in der GU Dachelhofen, die für den 19. März beauftragt ist, wird von einem zertifizierten Dienstleister erledigt. Bis dahin steht die Einrichtung unter Quarantäne. In der Behinderteneinrichtung Naabwerkstätten in Schwandorf stehen noch einige Ergebnisse der PCR-Reihentestung aus. Zwei weitere Fälle sind bislang bestätigt. Im Refugium Pflegeheim in Neunburg vorm Wald fand am Montag eine PCR-Reihentestung statt, nachdem sich ein positiver Schnelltest eines Bewohners bestätigt hatte. Die Suche nach der möglichen Infektionsquelle ist eingeleitet. Im BRK-Montessori-Kinderhaus Sonnenhaus in Maxhütte-Haidhof befinden sich eine Erzieherin und fünf Kinder der Notbetreuung in Quarantäne. Beim ambulanten Pflegedienst der Caritas-Sozialstation Nabburg ist eine PCR-Reihentestung aller Mitarbeiter und betroffenen Pflegefälle eingeleitet worden, nachdem sich ein positiver Schnelltest bestätigt hatte. Beim ambulanten Pflegedienst der häuslichen Alten- und Krankenpflege Feierfeil in Oberviechtach gibt es zwei Folgefälle, weshalb weitere Testungen stattfinden.

In einer weiteren Firma im Landkreis sind 15 Infektionsfälle aufgetreten. Die Situation ist unklar, da die 15 Mitarbeiter innerhalb des Betriebes in keinem arbeitstechnischen Zusammenhang stehen. Auch in Arbeitspausen bestand keine Verbindung untereinander. Gewerbeaufsicht und Gesundheitsamt werden im Laufe der Woche zu einer Begehung in dieses Unternehmen kommen.

Das Impfzentrum in Nabburg hat kurzfristig zusätzlichen Impfstoff erhalten. Um diese Impfdosen unmittelbar an die priorisierten Personengruppen weitergeben zu können, wird am Dienstag parallel zum regulären Impfbetrieb eine logistische Umstrukturierung des Impfablaufs vorgenommen. Aus diesem Grund kann es sein, dass sich die Wartezeiten etwas verlängern. "Wir gehen davon aus, dass die interne Umstrukturierung im Laufe des morgigen Tages abgeschlossen werden und bereits am Mittwoch wieder alles in gewohnten Bahnen ablaufen kann. Es wäre schön, wenn die morgigen Abläufe nicht durch Anrufe, die uns diese Verzögerungen zu bedenken geben möchten, zusätzlich belastet würden", schrieb das Landratsamt in seiner Pressemitteilung.

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Am Montag ist die Zwölfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Kraft getreten. Sie gilt bis einschließlich 28. März, also die nächsten drei Wochen. In 30 Paragrafen enthält sie viele neue Regelungen und Vorgaben. Das Landratsamt hat sie unter „Coronavirus – Downloads“ auf seine Homepage eingestellt.

Für Schulen ist neu, dass das Landratsamt jeweils am Freitag im Wege einer amtlichen Bekanntmachung die maßgebliche Inzidenzeinstufung nach dem Robert Koch-Institut bestimmen wird und diese Regelung dann jeweils für die Dauer der darauffolgenden Kalenderwoche von Montag bis zum Ablauf des folgenden Sonntags gilt. Für alle Mitglieder der Schulfamilie – Schüler, Eltern und Lehrkräfte – soll diese Regelung etwas mehr Planungssicherheit bringen. Bislang war die Lage täglich neu zu bewerten und im Bedarfsfalle innerhalb von 24 Stunden zu reagieren, was dazu führen konnte, dass die Schulen während der Woche sehr kurzfristig geschlossen werden mussten, weil es der Behörde verwehrt war, die ganze Schulwoche von Montag bis Freitag abzuwarten. Entsprechendes gilt auch für die Öffnung der Schulen. Die Schulen werden an einem Montag geöffnet werden, sofern es die am vorhergehenden Freitag geltende Sieben-Tage-Inzidenz zulässt.

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