Schwandorf
Update 10.09.2021 - 17:10 Uhr

Corona-Inzidenz im Landkreis Schwandorf nochmal knapp unter 35

Bleibt die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin unter 35? Im Landkreis Schwandorf ist das zum Wochenende hin die spannende Frage. Kann sie mit "ja" beantwortet werden, wäre "3G" in der nächsten Woche wieder hinfällig.

Symbolbild: Christophe Gateau

Mit 15 neuen Corona-Fällen vom Donnerstag und ebenso 15 vom Freitag (Stand 16 Uhr) steigt die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Landkreisgebiet von Schwandorf auf 8801. Die Inzidenz hält sich konstant bei 32,3. Bleibt sie unter der Schwelle von 35 Infektionen pro 100 000 Einwohner, würde das Landratsamt Anfang nächster Woche in einer amtlichen Bekanntmachung klarstellen, dass „3G“ wieder aufgehoben wäre. „3G“ bedeutet, dass eine Einrichtung nur besuchen oder an einer Veranstaltung nur teilnehmen kann, wer geimpft, genesen oder getestet ist.

Am Freitag sind Änderungen der Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege über die Quarantäne (AV-Isolation) in Kraft getreten. Die Quarantäneregelungen für Schüler wurden neu gefasst. Die Regelung sieht nunmehr ausdrücklich vor, dass neben Schülern auch asymptomatische Kinder, die eine Kindertagesbetreuung (Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Heilpädagogische Tagesstätten) besuchen, sich bereits vorzeitig nach fünf Tagen durch ein negatives Testergebnis von der Quarantänepflicht befreien können. Der Nukleinsäure- oder Antigentest muss durch medizinische Fachkräfte oder vergleichbare, hierfür geschulte Personen frühestens fünf Tage nach dem letzten engen Kontakt zum bestätigten Covid-19-Fall vorgenommen werden. Dieselbe Verkürzungsmöglichkeit gilt nun auch für die Beschäftigten, die in solchen Einrichtungen tätig sind, also auch für Lehrer und Erzieher. Für die betroffenen Familien ist diese Verkürzung erfreulich, aber aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht empfiehlt das Gesundheitsamt auch danach Wachsamkeit und Vorsicht bis zum Ablauf des 14. Tages nach dem Risikokontakt. Nicht umsonst heiße es im allerersten Satz der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung: „Jeder wird angehalten, wo immer möglich zu anderen Personen einen Mindestabstand von 1,5 Meter einzuhalten“.

Von der Quarantäneverkürzung profitiert eine Gruppe des Kindergartens St. Martin in Pfreimd, die am Freitag eine Quarantäne antreten musste. Im ambulanten Pflegedienst der Caritas in Teublitz sind mittlerweile drei Beschäftigte und drei Patienten betroffen. Eine PCR-Reihentestung ist eingeleitet. Testungen erfolgen auch in einem Wohnbereich des Alten- und Pflegeheims Phönix in Teublitz, nachdem ein positiver PCR-Test und zwei positive Schnelltests vorliegen.

Das Impfzentrum in Nabburg wird am Montag und am Mittwoch wird jeweils von 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr geöffnet sein. Am Dienstag ist es geschlossen. Der Einsatzplan des mobilen Impfbusses ist in der fortlaufend aktualisierten Fassung (aktueller Stand ist im Moment der 09.09.2021) unter folgendem Pfad auf Landkreishomepage abrufbar: Impfzentrum – Aktuelle Öffnungszeiten – Mobile Impfmöglichkeiten.

In einem Nachtrag berichtete das Landratsamt am Freitag, dass neben der deutlich vorherrschenden Delta-Variante jetzt auch die Gamma-Variante den Landkreis Schwandorf erreicht hat. "Der erste Fall hat sich heute bestätigt", erklärte Amtssprecher Hans Prechtl.

Diese SARS-CoV-2-Variante wurde erstmals im brasilianischen Staat Amazonas nachgewiesen und ähnelt in ihren Veränderungen der südafrikanischen Variante. Experimentelle Daten deuten nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch für diese Variante auf eine reduzierte Wirksamkeit neutralisierender Antikörper bei Genesenen bzw. Geimpften hin. Eine erhöhte Übertragbarkeit wird deshalb auch für diese Virusvariante angenommen.

Oberpfalz25.05.2022
 
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