27.11.2020 - 18:29 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Corona im Landkreis Schwandorf: Inzidenz unter 200

Die Fallzahlen bleiben hoch: 56 zusätzliche Covid-19-Erkrankte registriert das Landesamt für Gesundheit aus dem Landkreis Schwandorf. Die Inzidenz sinkt unter 200.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Mit 56 Fällen vom Donnerstag steigt die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Landkreis Schwandorf auf mittlerweile 2104. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner liegt aktuell bei 175,83. In Quarantäne geschickt wurden am Freitag eine siebte und zwei achte Klassen des Gymnasiums Nittenau, eine zwölfte Klasse des Gymnasiums Nabburg, eine gemischte Klasse 11/12 des Gymnasiums Burglengenfeld, eine 13. Klasse der FOS/BOS Schwandorf und eine Klasse der Döpfer-Schulen in Schwandorf. Ebenso befindet sich eine Gruppe des Kindergartens Herz Jesu in Teublitz in Quarantäne.

"Die Ausbruchsgeschehen in den Heimen in Wernberg-Köblitz, Schwandorf und Burglengenfeld laufen weiter", teilte Hans Prechtl, der Pressesprecher des Landratsamtes, mit. Das heißt: Es sind weitere Fälle bekanntgeworden. "Ein Ende ist im Moment leider nicht in Sicht", fügte Prechtl an.

Corona-Newsblog im Onetz

Deutschland und die Welt

Nach den aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts ist die Aufhebung der Quarantäne für positiv getestete Personen frühestens zehn Tage nach Symptombeginn möglich, wenn die letzten 48 Stunden beschwerdefrei waren. Ein negativer Abstrich ist nur bei Heimbewohnern und Patienten, die sauerstoffpflichtig waren, notwendig. Aktuell werden viele Patienten nach bestätigter Infektion am Ende der Isolierung abgestrichen mit dem nachvollziehbaren Wunsch einer „Freitestung“. Oft kommt dieser Wunsch auch vom Arbeitgeber. Das Gesundheitsamt kennt das Phänomen der Langzeitausscheider, bei denen positive Tests bis zu Monaten anhalten, was zu großer Verunsicherung und Verwirrung führt. Ist bei dem fortbestehenden positiven Test kein CT-Wert angegeben oder liegt dieser unter 30, ist in Bayern eine erneute Isolierung vorgeschrieben. Das ist vielen Betroffenen nicht bewusst. Umgekehrt lehrt die Statistik, dass nach milder Erkrankung die Ansteckungsfähigkeit zehn Tage nach Symptombeginn signifikant zurückgeht, so dass bei unkomplizierten Verläufen nach zehn Tagen mit 48-stündiger Symptomfreiheit nicht mehr von einer Ansteckungsgefahr auszugehen ist. Zur Schonung von Labor- und Arztressourcen empfiehlt das Landratsamt in Schwandorf daher, den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts zu folgen und auf einen Endabstrich von Personen bei unkomplizierten Verläufen zu verzichten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.