Update 02.04.2021 - 14:41 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Corona im Landkreis Schwandorf: Inzidenz bleibt bei über 290

Mit 128 Fällen am Mittwoch und 70 am Donnerstag erhöht sich die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Landkreis Schwandorf auf 6857. Die Sieben-Tage-Inzidenz ging von 298,9 (Donnerstag) etwas zurück auf 290,1 am Karfreitag.

von Claudia Völkl Kontakt Profil

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die am Mittwoch bei 263,1 lag, ist am Donnerstag laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und Robert-Koch-Institut (RKI) auf 298,9 gestiegen. Auf der Intensivstation eines Krankenhauses verstarb ein 86-jähriger Mann, der zu Hause gewohnt hatte. Die Zahl der Personen, die mit oder an SARS-CoV-2 verstorben sind, erhöht sich auf 133, teilt das Landratsamt Schwandorf am Donnerstag mit.

Am Karfreitag war die Inzidenz laut RKI und LGL auf 290,1 zurückgegangen. Die Zahl der Infektionen wurde mit 6857 angegeben - im Vergleich zur amtlichen Meldung vom Donnerstag entspricht das 70 neuen Fällen.

Wegen des Feiertages Karfreitag erging die wöchentliche Allgemeinverfügung bereits am Donnerstag. Für Schulen und Kindertagesstätten ändert sich auch nächste Woche nichts: Da neben den Schulen auch die Kindergärten und Krippen Ferien haben, hält sich die praktische Auswirkung sehr in Grenzen. Die Verfügung ist im Amtsblatt veröffentlicht, das unter www.landkreis-schwandorf.de im Menüpunkt „Unser Landkreis – Amtsblatt“ abgerufen werden kann.

Infektionen treten derzeit verstärkt auf: innerhalb von Familien, in einem Krankenhaus, in zwei Alten- und Pflegeheimen, zwei Behinderteneinrichtungen, zwei Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber, zwei Schulklassen, drei Gruppen von Kindertagesstätten, in einem Großbetrieb und in drei ambulanten Pflegediensten.

In den nächsten Tagen finden verschiedene Reihentestungen statt. Offiziell für beendet erklärt werden konnte das Ausbruchsgeschehen im Altenpflegeheim Refugium in Neunburg vorm Wald und in der Altenpflegeeinrichtung Am Sand in Wernberg-Köblitz. In den Naab-Werkstätten in Schwandorf-Ettmannsdorf wurde nach einer negativen PCR- Testung aller Kontaktpersonen die Quarantäne aufgehoben. Das Ergebnis der Endtestung in der Gemeinschaftsunterkunft in Teublitz-Koppenlohe steht noch aus.

Die deutliche Zunahme der Patienten in den Krankenhäusern in der Oberpfalz belegt Landratsamtssprecher Hans Prechtl mit folgenden Zahlen: Von Mittwoch, 24. März, auf Mittwoch, 31. März, ist die Zahl der mit Covid-Patienten belegten Betten von 343 auf 380 gestiegen. Der Anteil der beatmeten Patienten hat sich von 90 auf 104 erhöht.

"Trotz der sehr angespannten Situation in den Krankenhäusern ist es noch nicht notwendig, eines der beiden Behelfskrankenhäuser in Schwandorf oder Oberviechtach in Betrieb zu nehmen", stellt Prechtl weiter fest. Zwar handelt es sich bei den Behelfskrankenhäusern des Landkreises nicht um bloße Notkrankenhäuser. Von Notkrankenhäusern spricht man, wenn diese in Turnhallen oder ähnlichen Einrichtungen sehr provisorisch eingerichtet werden. Als Behelfskrankenhäuser werden dagegen Stationen bezeichnet, die wie im Landkreis in enger räumlicher bzw. baulicher Verbindung mit einem Krankenhaus stehen. In Schwandorf handelt es um einen leerstehenden Bereich des Barmherzige Brüder Krankenhauses und in Oberviechtach um leerstehende Stationen der Asklepios Klinik. "In Betrieb gehen wird ein Behelfskrankenhaus erst dann, wenn die Belegungsprobleme auch durch eine gesteuerte Verlegung von Patienten nicht mehr gelöst werden können", erläutert der Behördensprecher. Von der Tendenz her würde zuerst das Behelfskrankenhaus in Schwandorf in Betrieb gehen und erst an zweiter Stelle das Behelfskrankenhaus in Oberviechtach belegt werden.

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Die Behelfskrankenhäuser stehen aber im Bedarfsfall zur Verfügung, da die Gebäudekomplexe für keinen anderen Zweck benötigt werden. Das ist auch der Unterschied zum Abbau vergleichbarer Einrichtungen in anderen Landkreisen, wo abzuwägen war, wie wahrscheinlich eine Belegung ist und ob es im Hinblick darauf ermessengerecht ist, die andere Nutzung langfristig auszuschließen.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat am Mittwoch entschieden, dass Schuhgeschäfte zu den für die tägliche Versorgung unverzichtbaren Ladengeschäften im Sinne der aktuell geltenden Regelungen gehören und deshalb auch in Gebieten mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 100 geöffnet haben dürfen. Das Gericht stellt damit Schuhgeschäfte in eine – rechtliche – Reihe mit Buchhandlungen, Geschäften für Babybedarf, Bau- und Gartenmärkte, Blumenläden oder Versicherungsbüros, die nach der geltenden Regelung ausdrücklich geöffnet sein dürfen. Die Regelung gilt ab sofort.

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