Dass der Montag mit nur sieben neuen Fällen keine Trendwende bedeuten würde, war am Gesundheitsamt in Schwandorf bereits vermutet worden. Die Zahlen vom Dienstag bestätigen die Annahme: Mit 55 neuen Corona-Infektionen steigt die Gesamtzahl im Landkreisgebiet auf 5376. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht von 190,0 auf 183,3. Damit liegt der Landkreis Schwandorf unter den 71 Landkreisen und 25 kreisfreien Städten in Bayern an fünfter Stelle, inzwischen noch vor dem Hotspot-Landkreis Tirschenreuth. Das Infektionsgeschehen ist sehr diffus. "Es gibt etliche kleinere Ausbrüche, aber nicht den einen Hotspot, auf den die hohe Inzidenz zurückgeführt werden könnte", heißt es im Tagesbericht des Landratsamtes.
Abzuwarten bleibe, ob der Wechsel in der Impfstrategie, wonach ab dem nächsten Monat auch in den Hausarztpraxen geimpft werden kann, kurzfristig zu organisieren ist. Das erfordert das Miteinander vieler Partner, und es sind auch Fragen der Abrechnung durch die Ärzte und der Priorisierung der Personengruppen zu klären. Eine strenge Abarbeitung der Priorisierung unter Berücksichtigung von Vorerkrankungen und daraus abgestufter Impfreihenfolge scheint nur bei zentralen Datenbanken möglich. "Je dezentraler geimpft wird, desto schwieriger sind Priorisierungen einzuhalten", lautet die Auffassung des Landratsamtes. Sie bestätigte bei der Lagebesprechung am Mittwoch auch Dr. Univ. Bologna Stephan Gilliar aus Nabburg. Abzuwarten bleibe auch, was das Bundesgesundheitsministerium in Berlin im Zuge der angekündigten Änderung der Coronavirus-Impfverordnung vorgeben wird.
In Nabburg ist inzwischen ein zweiter Pflegedienst betroffen. Über Fälle beim ambulanten Pflegedienst der Caritas-Sozialstation war bereits berichtet worden. Von 59 getesteten Mitarbeitern sind zwei positiv und 47 negativ, bei noch zehn ausstehenden Befunden. Die Testung der Patienten läuft noch. Beim ambulanten Pflegedienst des BRK befinden sich drei positive Mitarbeiter in Quarantäne. Auch hier sind weitere Testungen eingeleitet. Zwei weitere positive Mitarbeiter gibt es beim ambulanten Pflegedienst der Häuslichen Alten- und Krankenpflege Feierfeil in Oberviechtach.
In einer Firma, über die noch nicht berichtet worden war, gibt es aktuell elf positive Fälle. Da auch hier kein direkter Zusammenhang zwischen den Mitarbeitern besteht, werden Gewerbeaufsicht und Gesundheitsamt eine Begehung vornehmen. In dem anderen Unternehmen, in dem eine ähnliche Konstellation gegeben ist (wir berichteten am Montag), fand diese gemeinsame Begehung nun am Mittwoch statt.















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