21.01.2021 - 17:37 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Corona: Landkreis Schwandorf steuert auf 4000 Fälle zu

Die 7-Tage-Inzidenz liegt im bundesweiten Schnitt bei 119, im Landkreis Schwandorf deutlich darunter. Aber es zeichnet sich ab, dass die Corona-Fallzahlen hier wieder steigen.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

34 neue Infektionen haben sich am Mittwoch bestätigt, was die Gesamtzahl im Landkreis auf 3973 ansteigen lässt. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und das Robert-Koch-Institut weisen aktuell dieselbe Sieben-Tage-Inzidenz von 87,2 aus. "Es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass wir heute mehr Fälle als gestern, also mehr als 34, haben werden", fügte Landratsamtssprecher Hans Prechtl hinzu.

Erstmals seit den Schulschließungen mussten am Donnerstag wieder Kinder in Quarantäne geschickt werden. Betroffen sind diejenigen Kinder der ersten Klasse der Döpfer-Schulen in Schwandorf, die die Notbetreuung in Anspruch genommen haben und deshalb im Präsenzunterricht waren.

Die Ergebnisse der Reihentestung in der Senioreneinrichtung Am Sand in Wernberg-Köblitz liegen vor. Von sechs positiven Fällen war bereits berichtet worden, 17 weitere Fälle kamen hinzu. Insgesamt sind 23 Bewohner positiv.

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Deutschland und die Welt

Für die Abhaltung von Gottesdiensten hat die Bayerische Staatsregierung am Mittwoch weitere Maßnahmen verfügt. Für alle Besucher besteht ab sofort eine FFP2-Maskenpflicht. Gottesdienste, die mehr als zehn Teilnehmer erwarten lassen, sind beim Landratsamt anzuzeigen. "Etliche Mails von Pfarreien haben uns heute bereits erreicht. Die Anzeigepflicht entfällt, wenn uns das für jede Pfarrei maßgebliche Infektionsschutzschutzkonzept vorgelegt wird. Darum bitten wir alle Pfarreien im Landkreis. Wir haben heute alle Gemeinden angeschrieben mit der Bitte, diese Information an die Pfarrämter weiterzugeben", schrieb Prechtl dazu.

Die bestehende Testpflicht für Beschäftigte in Heimen und ambulanten Pflegediensten wurde von zweimal wöchentlich auf dreimal wöchentlich erhöht. Die Pandemiebeauftragten der Heime wurden von der Heimaufsicht über diese Neuerung unterrichtet.

Das für die zweite Januarhälfte angekündigte Schreiben an alle über 80-Jährigen im Landkreis mit Informationen zur Impfung werde sich verzögern. Das habe die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) dem Landratsamt am Donnerstag mitgeteilt. Dort war man unter normalen Planungen davon ausgegangen, dass die Einrichtung 2 bis 4 Tage und der Versand weitere 1 bis 2 Tage in Anspruch nehmen würde. Da die Impfkampagne bayernweit in vollem Gange ist, komme es aufgrund des sehr hohen Aufkommens und der Notwendigkeit dezentraler Lösungen zu Verzögerungen. "Die Mitarbeiter der AKDB arbeiten auf Hochtouren. Es werden alle Aufträge zeitnah abgearbeitet, es gibt Schichterweiterungen und es wird schnellstmöglich an die Deutsche Post versandfertig übergeben. Von über 400 000 Schreiben, die im Moment bei der AKDB beauftragt sind und noch anstehen, sind schon die Hälfte abgearbeitet. Im Landkreis Schwandorf sind rund 9850 Schreiben betroffen", weiß das Landratsamt zu berichten.

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