Mit 14 neuen Infektionen vom Sonntag ist die Gesamtzahl im Landkreis Schwandorf auf 3341 gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bei 121,73, laut Robert-Koch-Institut bei 120,4.
In Burglengenfeld, Schwandorf, Neunburg vorm Wald und Nabburg wurde von Johannitern und Rotem Kreuz im Rahmen der Weihnachtsaktion für Besucher von Pflege- und Seniorenheimen auch über die Feiertage getestet. Reguläre Testungen, also PCR-Tests und nicht nur Schnelltests, fanden zusätzlich im Testzentrum im Sepp-Simon-Stadion in Schwandorf statt. Am 23. Dezember wurden 298 Personen getestet, am 27. Dezember waren es 128 Personen. An Heiligabend und den beiden Weihnachtsfeiertagen wurde nicht getestet.
In der ambulant betreuten Wohngemeinschaft Haus Sonnenblume in Schwandorf, die keine stationäre Einrichtung ist, können die anstehenden Schichten mit Unterstützung der Johanniter und durch den Einsatz von Pflegekräften der Döpfer-Schulen in Schwandorf abgedeckt werden. Durch das Zusammenwirken von Heimleitung, Katastrophenschutz und Heimaufsicht konnte der akute Notstand behoben werden. Auch Pflegekräfte, die sich bereits aufgrund des Aufrufs für die Seniorenresidenz Naabtalpark in Burglengenfeld gemeldet hatten, waren im Einsatz. "Es scheint, dass die Zeit bis zur Genesung der regulären Pflegekräfte gut überbrückt werden kann", meint man am Gesundheitsamt.
Entspannung gibt es auch in der Seniorenresidenz Naabtalpark in Burglengenfeld. Die Leitung im Herzog-Philipp-Haus konnte am Montag von der Ambulanten Intensivpflege Bayern (A.I.B.) aus Regensburg, die vorübergehend ausgeholfen hatte, an das Sozialwerk Heuser zurückübertragen werden. Heimaufsicht und Gesundheitsamt waren vor Ort. Von den 39 Bewohnern des Herzog-Philipp-Hauses befinden sich noch zwei im Krankenhaus. Vorübergehend werden auch fünf positive Bewohner aus dem benachbarten Herzog-Ottheinrich-Haus betreut. Die Einrichtung wird engmaschig von der Heimaufsicht kontrolliert werden. Das weitere Vorgehen hängt vom Ergebnis der Kontrollen ab. Von Seiten des Landratsamtes wurden auch Informationen an die Staatsanwaltschaft Amberg gegeben. "Wir haben unsere Eindrücke unter anderem in einem 13 Seiten umfassenden Vermerk zusammengefasst", teilte Amtssprecher Hans Prechtl mit. Solche Hinweise an die Staatsanwaltschaft, denen weitere folgen werden, seien bei vergleichbaren Feststellungen üblich. Ob strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet werden, habe dann die Staatsanwaltschaft zu entscheiden.
Im Übrigen sei es eine Selbstverständlichkeit, dass das Landratsamt an Recht und Gesetz und auch an die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit gebunden ist. Deshalb habe es keine Alternative zum Vorgehen gegeben, das Heim wieder in die Verantwortung der Unternehmensgruppe Heuser zu geben. Die vorübergehende Übertragung der Heimleitung erfolgte aufgrund eines akuten Pflegenotstands, der auf Corona-Infektionen beim Pflegepersonal zurückzuführen war. Da dieser Notstand behoben ist, entfällt auch die rechtliche Grundlage für die vom Landratsamt vorgenommene Ersatzvornahme. Unabhängig davon erwähnte das Landratsamt, dass A.I.B. aufgrund eigener Personaldispositionen nur kurzfristig für die Leitung und den Betrieb zur Verfügung stand. Die Angehörigen der Bewohner im Herzog-Philipp-Haus wurden von der Heimaufsicht kontaktiert und über die Lage informiert. Dabei wurde auch angesprochen, dass Angehörige in Erwägung ziehen könnten, mittelfristig das Heim zu wechseln.















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