11.07.2019 - 21:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

CSU nominiert Thomas Ebeling zum Landratskandidaten

Die CSU schickt im März 2020 wieder Thomas Ebeling ins Rennen um den Posten des Landrats. Bei der Kreisdelegiertenversammlung am Donnerstagabend stimmen 97,8 Prozent für den 43-jährigen Amtsinhaber.

Die CSU schickt Thomas Ebeling wieder ins Rennen um das Amt des Landrats. Nach der Wahl gab es für den 43-Jährigen stehende Ovationen.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Dass die CSU erneut Thomas Ebeling zum Landratskandidaten kürte, war wenig überraschend. Schließlich sorgte der 43-jährige ehemalige Richter vor fünf Jahren für eine Wachablösung im Landkreis Schwandorf. Nun stellte die CSU im Restaurant "Am Miesberg" in Schwarzenfeld am Donnerstagabend die Weichen für die Kommunalwahlen am 15. März 2020. Landtagsabgeordneter Alexander Flierl schlug Ebeling wieder als Landratskandidaten vor: "Er ist eine Persönlichkeit, die nicht nur ankündigt, sondern auch umsetzt", erklärte Flierl. Einen Gegenkandidaten für den 43-Jährigen gab es nicht. Ebeling selbst zeigte sich beim Rechenschaftsbericht redseliger als gewohnt und stellte die Arbeit und Erfolge der vergangenen über fünf Jahre heraus. Die Investitionen seien zwischen 2014 und 2019 von 12,1 Millionen auf 21,5 Millionen Euro gestiegen, gleichzeitig sanken die Schulden von 37,2 Millionen Euro (2013) auf 21,3 Millionen Euro (2019), im Jahr 2022 sollen es sogar nur noch 14,4 Millionen Euro sein.

97,98 Prozent der Stimmen

Er ist eine Persönlichkeit, die nicht nur ankündigt, sondern auch umsetzt.

Landtagsabgeordneter Alexander Flierl über Landrat Thomas Ebeling

Landtagsabgeordneter Alexander Flierl über Landrat Thomas Ebeling

Zudem hob Ebeling den voranschreitenden Breitbandausbau, die ÖPNV-Erweiterung sowie Erfolge im Tourismus (die Erlebnisholzkugel in Steinberg am See bezeichnete Ebeling als "Leuchtturm") und beim Thema Bildung (der Landkreis ist mittlerweile als Bildungsregion in Bayern zertifiziert) heraus. Dass die CSU-Delegierten mit der Arbeit des Landrats enorm zufrieden sind, zeigte die Tatsache, dass sie ihn mit einer überwältigenden Mehrheit von 97,98 Prozent wählten. Es gab 142 gültigen Wahlzettel, 139 Delegierte votierten für Ebeling, es gab lediglich drei Nein-Stimmen. Nachdem das Ergebnis verkündet worden war, gab es stehende Ovationen.

Ebeling drückte nach der Wahl seiner Frau Sina Just einen Schmatzer auf, bevor er die Glückwünsche der Parteifreunde entgegennahm. Die Dankesrede hielt er wieder gewohnt kurz, der Landrat sprach von einem "überwältigendem Vertrauensbeweis". Martina Englhardt-Kopf, Vorsitzende der Kreistagsfraktion, bescheinigte dem 43-Jährigen "eine wirklich hervorragende Bilanz", weshalb er die Nominierung wirklich verdient habe. Englhardt-Kopf sagte: "Wir schreiben diese Erfolgsgeschichte weiter. Thomas Ebeling kann Landrat."

SPD nominiert im Herbst

Die Bürger hatten Ebeling bei der letzten Kommunalwahl zum ersten CSU-Landrat in der Geschichte des Landkreises Schwandorf gewählt. Er hatte sich damals in einer Stichwahl knapp gegen Marianne Schieder (SPD) behauptet, die seit 2005 im Bundestag sitzt. Ebeling hatte 51,03 Prozent der Stimmen auf sich vereint, Schieder 48,97 Prozent. Wen die Sozialdemokraten, die Jahrzehnte lang den Landrat stellten, für die Kommunalwahl am 15. März 2020 ins Rennen schicken, ist noch unklar. SPD-Kreisvorsitzender Peter Wein erklärte, dass man parteiintern noch in Gesprächen sei. Eine Nominierungsversammlung peilt Wein für Ende September, Anfang Oktober an.

Thomas Ebeling (Zweiter von links) nahm nach der Nominierung zum Landratskandidaten Gratulationen von Ehefrau Sina Just (links) sowie (von rechts) Martina Englhardt-Kopf, Vorsitzende der Kreistagsfraktion, sowie Landtagsabgeordnetem Alexander Flierl entgegen.
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