15.05.2019 - 17:40 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Damm-Fraktion für Kreisverkehr

Auch wenn sie verschiedenen Parteien angehören, hier waren sich die beiden Kreisräte einig. Sowohl Alfred wie auch Siegfried Damm lehnen ein Ampelanlage an der Grünwald-Kreuzung bei Schwandorf ab. Ihr Wunsch: ein Kreisverkehr.

Die Grünwald-Kreuzung am westlichen Stadtrand von Schwandorf beschäftigte diese Woche den Kreis-Bauausschuss. Dabei gab es Widerspruch zu den momentanen Plänen, dort eine Ampelanlage aufzustellen.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Das Thema Grünwald-Kreuzung am westlichen Stadtrand von Schwandorf hat mit dem Einwurf von Alfred Damm (ÖDP) bei der Sitzung des Kreis-Bauausschusses die Grenzen der Kommunalpolitik überwunden und Eingang in die Landkreispolitik gefunden. An der Grünwald-Kreuzung ist in den vergangenen Jahren immer wieder ein Kreisverkehr gefordert worden, zuletzt von der Schwandorfer CSU im Herbst 2018. Grund war eine angebliche Häufung von Unfällen, die aber vonseiten der zuständigen Behörden so nicht gesehen wird. Dennoch trafen sich vor einigen Wochen Vertreter von Stadtverwaltung und Landratsamt, des Staatlichen Bauamts und der Polizei, um Möglichkeiten für eine Verbesserung der Lage auszuloten. Man kam überein, aus Zeit- und Kostengründen eine Ampelanlage installieren zu lassen. Denn die Grünwald-Kreuzung ist trotz allem ein neuralgischer Punkt.

Alfred Damm aus Schwandorf lehnte diese Idee mit dem Hinweis, "90 Prozent der Schwandorfer wollen einen Kreisverkehr" ab. Assistiert hat ihm dabei Namensvetter Siegfried Damm (SPD). "Ampelkreuzungen sind gefährlicher als Kreisverkehre", meinte der Teublitzer Damm, was bei Landrat Thomas Ebeling auf Widerspruch stieß. Ebeling wies auch darauf hin, dass laut übergeordneten Vorgaben "Staats- und Bundesstraßen durchgängig sein sollen" - was einem Kreisverkehr auf der Grünwald-Kreuzung zuwiderläuft, da sie eine Schnittstelle von Staatsstraße 2397 und Kreisstraße SAD 3 darstellt.

Auch der Grüne Rudi Sommer (Bruck) mischte sich in diese Diskussion ein. Er appellierte, "keine kurzfristige und billige Lösung anzustreben, sondern etwas Gescheites". Sommer lenkte den Blick dabei argumentativ auf den Kreisverkehr Bruck, der auch erst als Ampelanlage geplant war, sich aber zwischenzeitlich als Kreisverkehr bewährt habe. Was die möglichen Kosten anbelangt, so stehen für einen Kreisverkehr bis zu 800 000 Euro im Raum, für eine Kreuzung mit Ampeln 120 000 Euro. Der Landrat versicherte Alfred Damm am Ende, das Thema werde auf jeden Fall noch einmal im Kreis-Bauausschuss behandelt werden, wenn sich eine Lösung konkretisiere.

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