Die Zahl der mit oder an Corona verstorbenen Personen im Landkreis Schwandorf ist von 57 auf 60 gestiegen. "Verstorben sind drei Frauen im Alter von 84, 87 und 92 Jahren, die in verschiedenen Heimen im Landkreis gelebt hatten", teilte der Pressesprecher des Landratsamtes, Hans Prechtl, am Sonntagabend mit.
Die Zahl der Infektionen stieg im Landkreis Schwandorf auf insgesamt 3327. Am Mittwoch, 23. Dezember, wurden 46 Fälle gemeldet, am Donnerstag, 24. Dezember, 46, am Freitag, 25. Dezember, 32 und am Samstag, 26. Dezember, 34 Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell bei 117,0, laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei 121,05. Das Gesundheitsamt Schwandorf war laut Mitteilung auch an den Weihnachtstagen täglich besetzt. Die Fallzahlen wurden fortlaufend übermittelt und sowohl beim RKI als auch beim LGL täglich aktualisiert.
Wie Prechtl weiter darlegt, wurden im Elisabethenheim in Schwandorf acht Bewohner und sechs Mitarbeiter positiv getestet. In der Gemeinschaftsunterkunft in Nittenau sind jetzt 17 Bewohner positiv getestet. Die Einrichtung wurde komplett unter Quarantäne gestellt.
Probleme gibt es laut Landratsamt in der Seniorenwohngemeinschaft "Haus Sonnenblume" in Schwandorf. Von elf Bewohnern sind neun positiv. Wegen Ausfällen bei der betreuenden ambulanten Intensivpflege, die ebenfalls auf Corona zurückzuführen sind, musste am Sonntag die Führungsgruppe Katastrophenschutz zusammentreten, um die Versorgung der Bewohner zu sichern. "Pflegekräfte werden dringend gesucht", unterstreicht der Landratsamts-Sprecher. Wer die Einrichtung bei der Bewältigung dieses Infektionsgeschehens unterstützen kann, wird gebeten, umgehend Kontakt zu den Mitarbeitern der Heimaufsicht aufzunehmen. Die Heimaufsicht ist erreichbar per Mail an heimaufsicht[at]landkreis-schwandorf[dot]de oder unter der Telefonnummer 09431/471-386.
Für die Nacht von Sonntag auf Montag ist die Versorgung laut Prechtl mit zwei Kräften der Johanniter sichergestellt. Der Frage, wie es ab Montagabend weitergeht, werde sich das Landratsamt morgen vertieft annehmen. "Abfragen laufen bereits bei den Johannitern und beim Roten Kreuz", schreibt Prechtl abschließend.



Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.