02.12.2019 - 14:56 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Dreidimensionaler Blick in den Körper

Die jüngste Anschaffung in der Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe ist ein mobiler 3D-C-Bogen, der im Wirbelsäulen-Zentrum Oberpfalz eingesetzt wird. Dieser soll viele Vorteile bieten - sowohl für den Arzt als auch für den Patienten.

Dr. Konstantinos Kafchitsas (rechts) freut sich über den neuen 3D-C-Bogen, der künftig an der Asklepios-Klinik Lindenlohe zum Einsatz kommt.
von Externer BeitragProfil

Für den Wirbelsäulen-Experten Chefarzt Dr. Konstantinos Kafchitsas birgt der neue mobile 3D-C-Bogen laut einer Pressemitteilung der Klinik eine Vielzahl von Vorteilen, die zuallererst dem Patienten zugutekommen. Ein herkömmlicher C-Bogen verbindet eine Röntgenquelle mit einem Bildverstärker. Die Anordnung über Schwenkachsen ermöglicht Röntgenbilder aus nahezu jedem Winkel. Ein mobiler Bogen wiederum besitzt gegenüber fest installierten Modellen ein Mehr an Flexibilität. Ein 3D-C-Bogen der neuesten Generation eignet sich schließlich ideal für High-End-Orthopädie, wenn dem Operateur in Echtzeit komplette, dreidimensionale Bildinformationen zur Verfügung stehen.

Ein hochauflösender Flachdetektor macht es möglich: Das Gerät in der Asklepios Orthopädischen Klinik Lindenlohe liefert exzellente Bildqualität und besticht durch 180-Grad-Scans für eine komplette 3-D-Aufnahme und eine kristallklare Darstellung selbst feinster anatomischer Strukturen. Der Chefarzt und sein Team nutzen den 3D-C-Bogen laut Mitteilung vor allem bei anatomisch komplexen Operationen an der Wirbelsäule mit Verankerungspunkten und Strukturen, die exakt aufgesucht und nicht verletzt werden dürfen. Dies ist laut Dr. Konstantinos Kafchitsas besonders wichtig bei kindlicher Skoliose, verformten knöchernen Strukturen oder einer Operation an der Halswirbelsäule mit Verletzungsgefahr des Rückenmarks.

Mit dem 3D-C-Bogen kontrolliere man nach der Operation sofort die eingebrachten Implantate und könne gegebenenfalls ohne Zeitverzögerung sofort korrigieren. Ein weiteres Plus ist laut Dr. Kafchitsas die Kombination mit intelligenter Navigationssoftware, zum Beispiel für die optimale Positionierung der Implantate. Schließlich verringere sich im Vergleich zum üblichen Röntgen die Strahlendosis deutlich - und damit die Belastung für das OP-Team und den Patienten.

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