26.06.2020 - 09:42 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Einsatz für die Energiewende

Die Mitglieder des Energieeffizienz-Netzwerks trafen sich beim Zweckverband Müllverwertung in Schwandorf und bekamen Einblicke in die Geschichte des Verbandes.
von Externer BeitragProfil

Das Energieeffizienz-Netzwerk trifft sich vier Mal im Jahr, um die Energiewende mit Engagement und Nachdruck voranzutreiben. Zum sechsten Netzwertreffen lud der Landkreis Schwandorf alle Vertreter der teilnehmenden Kommunen zum Zweckverband Müllverwertung (ZMS) nach Schwandorf ein.

Die Netzwerktreffen stehen laut einer Pressemitteilung des Instituts für Energietechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (IfE) immer unter einem Thema, das bestmöglich mit einer themenbezogenen Führung unterstrichen wird.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer wurden die aktuellen Projekte in den Kommunen und Landkreisen besprochen. In sechs Landkreisen wurden im Laufe der Netzwerkphase bereits Klärschlammkonzepte zusammen mit dem Institut für Energietechnik (IfE) erarbeitet. Ebenso standen bereits sechs Energieaudits für verschiedenste Gebäude der teilnehmenden Landkreise auf dem Programm.

Verbandsdirektor Thomas Knoll ging in Anschluss zunächst auf den ZMS ein. Bereits 1979 schlossen sich demzufolge neun Landkreise und fünf kreisfreie Städte zusammen, um einen gemeinsamen Zweckverband zur Beseitigung des Restmülls zu gründen. Zudem sollte ein Müllkraftwerk sowie ein Ferntransportsystem errichtet werden – und so entstand damals der „Zweckverband Müllkraftwerk Schwandorf“.

Seit der Änderung und Ergänzung des Aufgabenkatalogs im Jahr 1990 trägt der Verband nun den Namen „Zweckverband Müllverwertung Schwandorf”. Im Laufe der Jahre stießen noch weitere Teilnehmer hinzu, sodass der ZMS heute 17 Verbandsmitglieder umfasst. Mittlerweile wird der Restmüll von rund 1,9 Millionen Bürgern durch das Müllkraftwerk Schwandorf entsorgt. Das Kraftwerk ist laut Knoll 365 Tage im Jahr besetzt, um einerseits die Abfälle aus dem Verbandsgebiet zu entsorgen und andererseits die benachbarte Industrie mit Strom und Dampf zu versorgen.

Zudem wird hier Strom für das öffentliche Netz erzeugt und die Wärme für die städtische Fernwärmeversorgung geliefert. Wenn alle Öfen der Müllverwertungsanlage laufen, werden in einer Stunde 60 Tonnen Müll verwertet.

Am Ende konnten sich die Teilnehmer bei einer Führung unter der Leitung von Thomas Knoll einen Eindruck über die Anlage verschaffen.

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