Schwandorf
09.07.2018 - 10:43 Uhr

Elvis rockt das Vereinsheim

Vor dem Vereinsheim der Eichhornschützen stehen "Straßenkreuzer" und "Ami-Schlitten". Drinnen gibt's Hotdogs. Ein Pappaufsteller, Bilder und Bücher erinnern an Elvis Presley, dem der Sängerbund 1861 Schwandorf einen Abend widmet.

Elvis-Interpret Sigmar Möller (links) war der Star des Abends im ausverkauften Vereinsheim der Eichhornschützen. Chorleiter Michael Koch (sitzend) hatte beim Schreiber der Partituren hervorragende Arbeit geleistet. Hirsch
Elvis-Interpret Sigmar Möller (links) war der Star des Abends im ausverkauften Vereinsheim der Eichhornschützen. Chorleiter Michael Koch (sitzend) hatte beim Schreiber der Partituren hervorragende Arbeit geleistet.

(rhi) Vorsitzende Monika Schenk outete sich als "begeisterter Elvis-Fan", war mit ihrem Chor schon fünfmal in Bad Nauheim und besuchte zum 40. Todestag des "King" die Ausstellung in Grafenwöhr. Dort reifte die Idee für einen eigenen Elvis-Abend. Mit "It's now or never", "Don't be cruel", "Devil in disguise" und "Surrender" eröffnete eine Instrumentalgruppe den Abend.

Der Journalist und ausgewiesene Elvis-Kenner Wolfgang Houschka erinnerte an "den einst bekanntesten Weltbürger", der am 1. Oktober 1958 als Soldat nach Deutschland kam. "In Schwandorf war Elvis nie", stellte Houschka zu seinem Bedauern fest. Dafür gebe es Belege für Aufenthalte in Grafenwöhr, Amberg, Hirschau und Schnaittenbach. In der Micky-Bar in Grafenwöhr gab der GI ein Privatkonzert für die Angestellten. Sein einziges wohl außerhalb der Grenzen der USA, so Houschka.

In den Staaten dagegen ist Elvis 1000 Mal aufgetreten. "Alle Konzerte waren ausverkauft", sagte Houschka. So wie auch der Abend mit dem Sängerbund. Die verschiedenen Musik- und Gesangsformationen hatten 17 Elvis-Titel im Programm. Darunter auch "schwere Nummern" wie "Where Do You Come From" oder "Anything That's Part Of You". Chorleiter Michael Koch hatte eine glänzende Arbeit beim Schreiben der Partituren geleistet.

Mit dem "Teddybär-Song" und "Love Me Tender" stieg der 50-köpfige gemischte Chor ins Programm ein. Hinter dem Pseudonym "RoSiMiJo" verbergen sich die Namen Roland Kraus, Sigmar Möller, Michael Koch und Josef Koch. Das Quartett rockte "Return to Sender" auf der Bühne. "Star des Abends" war Sänger Sigmar Möller, der seine Routine als Alleinunterhalter ausspielte. Aus "O sole mio" machte Elvis "It's now or never" und begeisterte damit seine Fans genauso wie das Männer-Ensemble in der Chorfassung. Am Ende stimmte der ganze Saal mit ein bei "Wooden Heart - Muss I denn zum Städtele hinaus".

Völlig unverhofft erhielt der Sängerbund bei seinem Presley-Abend prominenten Besuch. Maria Hesterberg (Bonn), langjährige Vorsitzende der "Deutschen Elvis-Presley-Gesellschaft", und EPG-Geschäftsführer Wolfgang Zapke aus Hahnbach gesellten sich dazu und lauschten der Musik. Die beiden Funktionäre der größten deutschen Fangemeinschaft von Elvis Presley waren auf dem Weg nach Grafenwöhr. Sie hatten von dieser Veranstaltung in Schwandorf gehört und wollten dort unbedingt mit dabei sein. "Ihr habt das großartig gemacht", lobte Hesterberg den Chor und die Solisten. In Grafenwöhr wohnten Zapke und Hesterberg einem Konzert bei, das aus Anlass eines Jubiläums gegeben wurde: Im November 1958, also vor fast 60 Jahren, erschien Presley als Soldat erstmals zu einem Manöver auf dem Truppenübungsplatz der Stadt.



Aus “O sole mio” machte Elvis „It`s now or never“ und begeisterte damit seine Fans genauso wie das Männer-Ensemble des Schwandorfer Sängerbundes in der Chorfassung. Hirsch
Aus “O sole mio” machte Elvis „It`s now or never“ und begeisterte damit seine Fans genauso wie das Männer-Ensemble des Schwandorfer Sängerbundes in der Chorfassung.
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