17.07.2019 - 15:42 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Energiekonzept für den Landkreis

Rudolf Sommer (Grüne) ist es zu teuer, den anderen Kreisräten gefällt das Konzept. Der Landkreis lässt sich also künftig von einem externen Experten beraten, wie er Energie einsparen oder besser nutzen kann.

Im Bereich der Liegenschaften des Landkreises sollten sämtliche Dachflächen auf die Möglichkeit einer solaren Nutzung geprüft werden. Auf dem Dach des Landratsamtes (Bild) gibt es bereits eine Photovoltaik-Anlage.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Der Landkreis habe im Rahmen des „Energieeffizienz-Netzwerks für Kommunen“ (Mitte 2016 bis 2018) gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem Institut für Energietechnik an der OTH Amberg-Weiden gemacht, versicherte Landrat Thomas Ebeling im Ausschuss für Kreisentwicklung, Umweltschutz und Tourismus, kurz Kuta. Das Institut für Energietechnik hat damals unter der Federführung von Professor Markus Brautsch verschiedene Maßnahmen zur Energieeinsparung betrachtet. Also haben die Räte im März vor einem Jahr beschlossen, die Teilnahme am „Energieeffizienznetzwerk für Kommunen“ auch 2019 fortzusetzen und entsprechende Verträge abzuschließen.

Bislang waren die Themenschwerpunkte unter anderem Beleuchtung, Fenstertausch oder auch Mitarbeiterschulungen zur Energieeinsparung. Das soll nun weitergeführt werden. Es geht um ein Energiekonzept mit konkreten Maßnahmen zur Energieeinsparung und Effizienzsteigerung – sowie dem Ausbau erneuerbarer Energien in den Liegenschaften des Landkreises Schwandorf. Gerade zum letzten Punkt braucht es eine umfangreiche energetische Ist-Erfassung. „Das kann uns jede Firma vom Fach machen, und das kostet uns keine 850 Euro am Tag Berater-Pauschale“, war sich Grünen-Kreisrat Rudolf Sommer sicher. Denn das Institut arbeitet auf der Basis eines Tagessatzes von pauschal 850 Euro netto. Um die umfangreichen Aufgaben abzudecken, sei zunächst eine Beauftragung von 50 Tagen sinnvoll, hieß es, so dass alles in allem 50 575 Euro anfallen.

Der Ausschuss war mehrheitlich dafür, die von den Gutachter künftig empfohlenen Maßnahmen „in enger Abstimmung mit der Verwaltung einer umfassenden Wirtschaftlichkeitsbetrachtung mit Fördermittelprüfung sowie einer ökologischen Bilanzierung“ zu unterziehen. Ziel: Die sinnvoll umsetzbaren Maßnahmen werden dann in einen Maßnahmenkatalog überführt.

Im Zuge dieses Auftrags an das Institut für Energietechnik könnte auch eine Ermittlung und Auflistung der Dach- und Grundstücksflächen der landkreiseigenen Liegenschaften erfolgen, auf denen Photovoltaik-Anlagen sinnvoll und wirtschaftlich angebracht werden könnten, hieß es. Die Liste der Liegenschaften sollte auch eine Priorisierung enthalten, welche Flächen oder Dächer am geeignetsten für PV-Anlagen sind. „Gleichzeitig sind aber auch die ansonsten an den Gebäuden erforderlichen Maßnahmen, wie zum Beispiel Heizungssanierung, Flachdachsanierung, Fenstertausch zu betrachten und auch hier die Prioritäten entsprechend festzulegen“, so der Landrat. Die Abstimmung darüber ergab nur eine Gegenstimme, ausgerechnet aus der Öko-Ecke.

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