19.09.2019 - 16:20 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Engagiert auf allen Ebenen

Er war Kreisrat, Stadtrat und in vielen Vereinen aktiv: Am 20.September feiert Georg Hottner seinen 80. Geburtstag

Mit der Familie und Freunden feiert er runden Geburtstag: Georg Hottner aus Niederhof bei Schwandorf wird 80 Jahre alt.
von Autor HOUProfil

Es war vor nahezu 40 Jahren. Im Abteil eines Zuges, der über Paris nach Libourne fuhr, saß Georg Hottner als Mitglied einer Schwandorfer Stadtratsdelegation und sagte, lange bevor intensiv über ein geeintes Europa geredet wurde: "Wir müssen die Kontakte zur französischen Partnerstadt pflegen, weil es einfach wichtig ist, dass unser Kontinent zusammenwächst".

Warum setzen wir das an den Beginn einer Laudatio, die zum heutigen 80. Geburtstag von Georg Hottner geschrieben wird? Die Begebenheit im Zug, spät abends bei einem gekühlt eingeschenkten Weizenbier vonstatten gegangen, macht offenkundig, dass da einer das Wort ergriff, der über den lokalen Tellerrand hinaus blickte. Er, der bekennende Bayer und Oberpfälzer, wollte seinen Beitrag zur Versöhnung zwischen Menschen leisten, die sich einst feindlich gegenüberstanden.

Für die Schwandorfer und auch für weite Teile der Landkreisbevölkerung ist er seit jeher der "Schorsch aus Niederhof". Zum Begriff geworden im Verlauf von über drei Jahrzehnten Tätigkeit im Stadtrat. Präsent in nahezu drei Dutzend Vereinen und Organisationen. Nicht nur als zahlendes Mitglied. Auch in Führungspositionen wie etwa bei der Feuerwehr. Georg Hottner wollte immer helfen und seinen Baustein in das Gebäude des Allgemeinwohls einbringen. Das ist ihm in vorzüglicher Weise gelungen. Nicht zuletzt dank seiner Ehefrau, die ihm für die vielfältige ehrenamtliche Arbeit den Rücken freihielt. Seine Mitgliedschaft bei der Christlich Sozialen Union hat Georg Hottner immer offen bekannt. Gleichwohl vertrat er eigene Positionen, die sich nicht immer mit denen der Partei deckten. In Debatten konnte er heftig werden. Besonders dann, wenn es um soziale Brennpunkte ging. Dabei wurde deutlich: Nur zum Abnicken saß der Landwirt aus Niederhof nicht in den Gremien wie Stadtrat, Kreistag und Vereinsvorständen.

Hottner machte auf vielen Ebenen von sich reden. Als Teichbesitzer rückte er alljährlich in den Fokus, wenn es im Herbst an das Abfischen ging. Die Waldbauern hatten in ihm einen sachkundigen Sprecher und die Kirche auf dem Schwandorfer Kreuzberg lag dem Mann vom Paulus-Hof, wie das stattliche Anwesen im Volksmund heißt, am Herzen. In dieser Auflistung darf die Bürgergesellschaft Wanderer in Schwandorf nicht fehlen. Deren Vorsitzender ist Hottner noch immer. Das letzte offizielle Amt, das er inne hat. "Ich bin auf Nachfolgersuche", hat er dieser Tage gesagt.

Vor sechs Jahren traf Georg Hottner ein schwerer gesundheitlicher Rückschlag. Über Monate hinweg bangten Familie und Freunde um sein Überleben. Nur mühsam ging es aufwärts. Doch zum 75. Geburtstag stand er wieder auf dem Damm seiner Fischweiher. Beglückwünscht von vielen, denen er stets ein zuverlässiger Wegbegleiter war. Jetzt, ein halbes Jahrzehnt später, lässt sich sagen: Die Gesundheitskrise ist längst überwunden. Das und seine Arbeit zum Wohl der Allgemeinheit geben Anlass zu herzlicher Gratulation.

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