05.03.2019 - 14:17 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Engere Abstimmung in der Integrationsarbeit

Die Agentur für Arbeit Schwandorf, das Jobcenter und der Jugendmigrationsdienst der Katholischen Jugendfürsorge arbeiten bei der Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund eng zusammen. Diese Kooperation wird intensiviert.

Arbeiten bei der Integration junger Migranten eng zusammen (von links): Markus Nitsch, Günther Pronath, Eva Filipczak, Suse Haase, Wolfgang Zwicknagl und Uschi Maxim.
von Externer BeitragProfil

„Das gemeinsame Vorgehen hat sich in der Praxis als richtiger Weg erwiesen und wird darum nun noch weiter ausgebaut“, schreibt die Agentur für Arbeit in einer Pressemitteilung. Am Montag haben die drei Institutionen deshalb eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

In dem Dokument verpflichten sich die Kooperationspartner laut Mitteilung, ihre Integrationsarbeit speziell bei jungen Migranten zwischen 12 und 27 Jahren künftig noch enger miteinander abzustimmen. Dazu gehört, dass sie sich gegenseitig über ihre aktuellen Angebote für Zuwanderer informieren und Ansprechpartner für Integrationsthemen benennen. Kommt ein Kunde mit einem Anliegen zu einer der drei Institutionen, wird diese bei Bedarf auch auf Dienstleistungsangebote der Kooperationspartner aufmerksam machen. Steht ein Kunde vor einem Problem, können die Partner – nach Einwilligung des Betroffenen – ihre Informationen austauschen, um ihm zu helfen.

„Das Ziel der Kooperationsvereinbarung ist es, Migrantinnen und Migranten noch besser und schneller als bisher bei der Integration auf den deutschen Arbeitsmarkt zu unterstützen. Dazu ist es sinnvoll, dass Agentur für Arbeit, Jobcenter und Jugendmigrationsdienst ihr Fachwissen bündeln“, betont Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf in der Mitteilung. Um auf künftige Herausforderungen reagieren zu können, sei die Vereinbarung bewusst offen formuliert. So seien Anpassungen mit Zustimmung der Partner jederzeit möglich. Die Kooperationsvereinbarung gilt zunächst für ein Jahr und verlängert sich automatisch, wenn sie nicht aktiv gekündigt wird.

Im Landkreis Schwandorf waren laut Mitteilung der Agentur für Arbeit zum Stichtag 30. September 2018 56 130 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Von diesen haben 5890 eine ausländische Staatsbürgerschaft. Im Landkreis waren Anfang des Jahres 2780 Menschen arbeitslos gemeldet, 608 von ihnen haben laut Agentur eine ausländische Staatsbürgerschaft.

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