Für die gute Nachricht hatte der Oberbürgermeister Projektentwickler, Architekten, Wirtschaftsförderer und Stadtplaner in sein Büro geladen – allen voran Harald Gerlach vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Pettstadt bei Bamberg und Tino Heß vom Büro „Juli Architektur und Design“ aus Kulmbach.
Wie Gerlach erläuterte, habe sich die Krakat Real Estate Group (KRE) kurz vor Weihnachten 2019 ein rund 4000 Quadratmeter großes Grundstück westlich des Pendlerparkplatzes und der Straße am Brunnfeld notariell verbriefen lassen. Die Pläne für die restliche freie Fläche nördlich des Globus-Marktes bis an den Ortsrand von Höflarn – alles in allem nochmals ungefähr 11 000 Quadratmeter – sind verschoben. Das liege auch an den Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern, die sich „über Monate hingezogen“ hätten. Für das Bauprojekt mit Hotel und Verwaltungsgebäude müsse jetzt ein vorhabenbezogener Bebauungsplan entwickelt werden. Hotelbetreiber wird die KRE-Gruppe selbst mit einem Tochterunternehmen, das bereits in Bad Sassendorf ein Hotel besitzt (Hotel „Schnitterhof“).
Das neue Hotel, das auf den Plänen den Namen „Smart Sleepers“ trägt, ist ein „Hotel garni“, also ein Betrieb, der Beherbergung, Frühstück, Getränke und höchstens kleine Speisen anbietet, während der klassische Restaurantbetrieb fehlt: „Es ist für Geschäftsleute gedacht, aber auch für Touristen und Familien.“ Wie Architekt Heß darlegte, werde das Hotelgebäude über insgesamt fünf Etagen verfügen, auf denen sich 103 Zimmer verteilen; davon 84 Standartzimmer, einige Superior-Zimmer und einige Appartements. Im Parterre ist ein Konferenzbereich eingeplant.
Frühstücken kann man entweder im Erdgeschoss des Hotels oder in der Bäckerei Glaab, die im Nebengebäude untergebracht sein wird und sich um die morgendliche Verpflegung der Gäste kümmert. Dieses Nebengebäude, etwas niedriger als das Hotel, weist über der Bäckerei Büros auf. „Möglicherweise für eine Bank“, deutete der Architekt an.
Wirtschaftsförderer Armin Rank von der Stadtverwaltung machte darauf aufmerksam, dass es auch für die weitere Entwicklung des Areals Interessenten gebe. Er ging kurz auf das Thema Kino ein und sprach dabei von „guten, laufenden Gesprächen“.
Zeitplan:
Zu Investitionssummen und der Zahl der künftigen Hotelbeschäftigten wollte sich Gerlach noch nicht äußern. Klar ist hingegen der Zeitplan für das Projekt. Er sieht so aus: Bis September soll ein vorhabenbezogener Bebauungsplan als Rechtsgrundlage für das Vorhaben verabschiedet werden, danach wird ein Bauantrag eingereicht. Baubeginn wäre dann wohl Ende März nächsten Jahres. Ein Jahr später, also im März 2022, könnten dann schon die ersten Hotelgäste einziehen. „Ein ambitionierter Zeitplan“, meinte Projektentwickler Gerlach.
Keine Sorge müssen sich die Berufspendler um ihren Parkplatz an der Globus-Kreuzung machen. Hotel und Bürogebäude werden daneben hochgezogen. „Der Pendlerparkplatz bleibt erhalten“, versicherte Oberbürgermeister Andreas Feller. Er hatte eingangs kein Hehl aus seiner Freude gemacht, dass es mit dem Hotelprojekt ernst werde.

















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.